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Jüdische Nachrichten:
Aus Europa und der Welt
[GoogleNews/haGalil] |
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April - Mai 2010
Regen, Akropolis und Eyjafjallajökull...
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ALLGEMEIN
/ VERSCHIEDENES |
UN Watch fordert vom UN-Sicherheitsrat:
Sudan-Sonderkonferenz - so schnell wie
möglich
Darfur ist weiterhin dem Risiko neuer Gewalttätigkeiten
ausgesetzt. Der kürzlich veröffentlichte Bericht an den
Sicherheitsrat stellte fest, daß “die Bevölkerung von Darfur den
Auswirkungen unverhältnismässiger Gewaltanwendung durch die
sudanesischen Streitkräfte fortwährend preisgegeben ist.”...
Desertec:
Strom aus der Sahara
Mit Tausenden Kraftwerken in der Sahara will die
Desertec-Initiative Sonnenstrom für Europa produzieren. Die
Wüstensonne ist verlässlicher als der Nordseewind, ihre Wärme
lässt sich gut speichern. Doch zu viel Fördergeld fließt in eine
andere Technik: die Photovoltaik...
JCall:
Ein
Zeichen der Hoffnung
Bisher war es ziemlich einfach, jüdische Kritik an der
israelischen Politik mit dem Verdacht des «Selbsthasses»
abzutun, der vor allem Repräsentanten und Anhänger der
politischen Linken traf. Mit den jüngsten Aufrufen und Appellen
aus den USA und Europa hat dieser schon bisher nicht
überzeugende Argwohn weiter an Kraft verloren: Das Angebot, dass
Kritik legitim sei, haben inzwischen auch Juden mit überwiegend
konservativ-liberaler Grundhaltung aufgenommen…
Irreguläre Einwanderer:
Menschen ohne Papiere
Das eigene Heimatland verlassen zu können, ist ein
Menschenrecht. In ein anderes Land ohne Erlaubnis einzureisen,
gilt als Verbrechen. Mit hohem Aufwand versuchen Nationalstaaten
unerwünschte Migration durch Grenzkontrollen zu verhindern.
Dennoch leben laut Schätzungen allein in Europa bis zu 3,8
Millionen Menschen ohne Papiere...
"Die Wahrheit aushalten":
Wir sind,
was wir erinnern
"Was soll ich über unseren Bruder, den kleinen blonden
Wirbelwind mit seinen wachen blauen Augen erzählen?" fragt
Jolana, und dann erzählt sie doch so lebendig von dem fröhlichen
Kind und seinem viel zu kurzen Leben,das zehnjährig in Auschwitz
endete. Konrad Görg, Autor und Internist, stieß auf diese
Geschichte bei einem Friedhofsbesuch...
Jetzt anmelden:
62.
Euro-Meeting für jüdische Singles
Wir laden alle ca. 35 – 55-jährigen jüdischen Singles aus ganz
Europa herzlichst ein, gemeinsam eine Ferienwanderwoche in
angenehmer Atmosphäre zu verbringen. Ein vielseitiges Programm
mit herrlichen Wanderungen, Unterhaltung und Sport erwartet
uns...
Mosaik jüdischer Lebenswelten:
Jüdischer Almanach Identitäten
Der neueste von Gisela Dachs im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp
herausgegebene Jüdische Almanach widmet sich Identitäten und
“präsentiert eine Fülle ganz unterschiedlicher
Standortbestimmungen: persönliche, kollektive, säkulare und
religiöse.” Jüdisch zu sein war noch nie einfach, so die
Herausgeberin in ihrem Vorwort, “doch es gab wohl noch nie so
vielfache Arten und Weisen, jüdisch zu sein, wie in diesen
Zeiten”…
EU-Mobilität wird leichter:
Egal ob
sozial oder beim Fliegen
Ab dem ersten Mai können sich die
Bürger in Europa noch freier bewegen. Die dann geltenden neuen
Regeln garantieren allen Bürgern, insbesondere Arbeitnehmern,
Jobsuchenden und Jugendlichen Sozialleistungen auch im
europäischen Ausland. Im Bereich Krankenversicherung,
Pensionsansprüche, Arbeitslosigkeit und Familienleistungen
können diese Ansprüche bei Umzug in europäische Nachbarländer
geltend gemacht werden…
Demokratie:
Pressefreiheit hat 40 Erzfeinde
Verhaftung, Gewalt, Folter und auch
Ermordung von unabhängigen Journalisten gehört in vielen Ländern
zur Tagesordnung. Darauf machte die Organisation “Reporter ohne
Grenzen” am Tag der Pressefreiheit aufmerksam. 40 Politiker,
Paramilitärs, Terrorgruppen, kriminelle Netzwerke oder
radikal-religiöse Gruppen sind es, die ROG als “die ärgsten
Feinde der Pressefreiheit” sieht…
Europas Städte im Vergleich:
Sicher
Neue Erhebung zeigt, wie unterschiedlich die Europäer die
Lebensqualität in ihren Städten bewerten…
Unschönes Gedenken:
Ein Viehwagen für Auschwitz
Es entstand die Idee, einen originalen Viehwagen aus der Zeit zu
suchen, instand zu setzen und der Gedenkstätte Auschwitz zu
spenden, um bei der historischen Rampe aufgestellt zu werden.
Diese ehrenwerte Idee nahm am Ende eine hässliche Wende durch
einen Wortbruch des ehemaligen Ministerpräsidenten Olmert und
wegen einer unerklärten Rücksichtslosigkeit des Spenders Lowy...
Bucovina-Club:
Ein euphorisches
Ereignis allererster Güte
Als der Frankfurter DJ Stefan Hantel vor mehr als 10 Jahren begann, Beats aus
Brasilien und Nordafrika, Brass-Madness, Roma-Balladen und Tänze vom Balkan zu
verwirbeln, fanden die Tanzfreudigen diese Herangehensweise nur logisch. Eine
Reise in die Bucovina, die Heimat seiner Familie mütterlicherseits, und nach
Rumänien brachte ein Erweckungserlebnis…
Happy Birthday Don Miguel:
Erinnerung an
Mieczyslaw Najdorf zum 100. Geburtstag
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3 d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 – das sagt Ihnen nichts? Das ist
eine sehr populäre und äußerst komplexe Eröffnungsvariante im Schach. Es ist die
sogenannte Najdorf-Variante. Am Donnerstag, den 15. April 2010, wäre der
„Erfinder“ dieser Variante, Miguel Najdorf 100 Jahre alt geworden...
Politischer Diskurs online:
"Flame Wars sind
so alt wie das Internet"
Jessie Daniels ist Dozentin am Hunter College in New York und
forscht über Rassismus im Internet. 2009 erschien ihr Buch "Cyber Racism". Ein
Interview über diskriminierende Kommentare in Internet-Debatten, über Anonymität
und die Chancen und Gefahren internetbasierter direkter Demokratie… |
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ÖSTERREICH / SCHWEIZ |
Vorarlberg, Österreich:
Radio Mikwe aus Hohenems
Hier gibt es Informationen über jüdisches Leben und Geschichte,
über Spannungsfelder zwischen Tradition und Moderne, Sexualität,
Liebe und Religion - nicht nur im Judentum. Und jeden Tag gibt
es historische Nachrichten, immer zur vollen Stunde...
Jahrestag:
Die verratene Freiheit im Iran
Der Jahrestag des Beginns der Proteste gegen das Regime im Iran
anlässlich der gefälschten Präsidentschaftswahlen ist auch ein
Jahrestag des Verrats an der Freiheit. Außer ein paar wohlfeilen
Worten hatten die Menschen im Iran von den westlichen
Regierungen nichts zu erwarten…
No answer:
Vienna is different
The city of Vienna made a promotion campaign with
the slogan “Wien ist anders”, Vienna is different. And Vienna
after the Second World War was insofar different as it did not
call back its former Jewish citizens and tolerated anti-Semitism
in politics and media for several decades…
"Wake up Hitler":
Rabble rousing in Vienna
The big pro-Hamas demonstration in Vienna on June 4th was
different from demonstrations in other European cities. One of
its main speakers was Omar al Rawi, a Social democratic (SPÖ)
member of Vienna local parliament (Wiener Landtag). Omar al Rawi,
who is associated with the Muslim Brotherhood, spoke in front of
about 10.000 demonstrators shouting “Israel – murderers” who
waived “Israel – child killer” banners...
Wien:
"Wir können uns nur noch wiederholen"
Rede auf der Kundgebung „Free Gaza from Hamas
–Solidarität mit Israel“ am 4. Juni 2010, Stock-im-Eisen-Platz…
"Zufällig in San Francisco":
Georg
Kreislers "Unbeabsichtigte Gedichte"
Kreisler als Poet ist noch immer weniger bekannt, denn zu sehr
sitzt der Schriftsteller, der im Exil zum Kabarettisten wurde,
zwischen den Stühlen der einzelnen Genre. Leicht und beschwingt
kommen Kreislers Gedichte daher, lesen sich wie ein Lied, graben
sich ein wie ein Chanson und sind dennoch große Poesie…
Traumabewältigung:
Erinnern in Zeiten des Web 2.0
Hanna Bloch Kohner opferte ihr ungeborenes Kind, um im
Vernichtungslager Auschwitz zu überleben. Jahre später brachte
sie in Los Angeles eine Tochter auf die Welt, die von ihr einen
Auftrag erhielt: die Erinnerung an den Holocaust weiterzugeben…
Boykott statt Tourismus:
Zu den verbalen Ausfällen Elmar Ledergerbers
Irgendwie bleibt unklar, was Elmar Ledergerber geritten hatte,
als er am 17. Mai im Morgenjournal von Radio Suisse Romande, dem
öffentlich-rechtlichen Hörfunkanbieter der französischsprachigen
Schweiz, gegen die Aufnahme von Israel in die OECD zeterte und
als Konsequenz einen Boykott israelischer Produkte forderte…
Österreich:
Wer in
Wien am 8. Mai trauert
Man kann der Wiener AIK (antiimperialistische Koodination) und
ihrem Dunstkreis nicht eine gewisse Konsequenz absprechen…
Paul Parin:
Psychoanalyse als Partisanenkampf
Vor einem Jahr verstarb Paul Parin. Starb mit ihm auch jene
Psychoanalyse, die nicht einfach nur als Betriebssystem für
“Mängelexemplare” wie bei Sarah Kutner funktioniert, sondern
einer gesellschaftlichen Utopie verpflichtet ist? Berthold
Rothschild spitzt Parins späte Thesen zu einer Psychoanalyse der
Macht zu. Muss man nicht auch die Ohnmacht wollen? Wo sammelt
sich heute Widerstand?…
Porträt:
Lichtertanz und Kellernazis
Mit der Kandidatur von Barbara Rosenkranz für die
Präsidentschaftswahlen in Österreich versucht die FPÖ, die
Akzeptanz rechtsradikaler Ansichten in der politischen
Diskussion voranbringen. Mit Erfolg…
Drohungen aus dem Netz:
Alpendonaunazis für Ahmadinejad
Über die abendländischen Freunde des Jihad und ihr eigentliches Feindbild…
Wahlplakate:
Wir
wählen, wen wir wollen
Es wäre nicht Österreich, wenn nicht die Kellernazi wieder
anfangen würden zu barmen und den amtierenden Bundespräsidenten, mit einem hier
seit 1945 oft angewandten Untergriff, als Emigranten, d.h. Juden hinzustellen… |
haGalil Spezial:
Ernst Federn
Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers
Buchenwald am 11. April 1945...
Ein Lebenskünstler:
Ernst Federn, Pionier der kollektiv orientierten
Psychoanalyse
Ernst Federns Leben trägt die Signatur des 20.
Jahrhunderts: Es führte von Wien über Dachau und
Buchenwald nach Brüssel, dann in die USA und schließlich
wieder nach Wien. Ernst Federn, der vor 65 Jahren, am
11. April 1945, von amerikanischen Truppen aus
Buchenwald befreit wurde, gilt als einer der führenden
Historiker der Psychoanalyse sowie als Pionier der
Psychoanalytischen Pädagogik und psychoanalytischen
Sozialarbeit und einer Psychologie des Terrors. Der vor
knapp drei Jahren in Wien verstorbene Ernst Federn
versuchte, seine traumatischen Erfahrungen im
Konzentrationslager auf psychoanalytischer Basis zu
analysieren und zu verstehen…
Ernst Federn:
Biographische Kontinuität, Emigration und
psychoanalytisch-pädagogisches Engagement
Ernst Federn hatte sich bereits sehr früh für die
Politik, für soziale Reformen interessiert: In Wien
wuchs er in einem Elternhaus auf, welches von seinem
väterlichen Freund und Förderer Isvan Hollós einmal
treffend wegen seiner Liberalität und gesellschaftlichen
Offenheit als “Pension zur aufgelassenen Ich-Grenze”
bezeichnet worden ist...
Ernst Federn:
Zur Geschichte der psychoanalytischen Pädagogik
Die Geschichte der psychoanalytischen Pädagogik kann man
in drei Perioden einteilen: Vorgeschichte, Geschichte
und Überleben. Nach Überleben kommt die Gegenwart, mit
der ich mich ebenfalls beschäftigen werde…
Ernst Federn:
Der therapeutische Umgang mit Gewalt
Der therapeutische Umgang mit Gewalt ist ein komplexes
Gebiet, mit dem sich die meisten unter uns lieber nicht
befassen. Gewalt ist nicht einfach nur die Frage danach,
warum Individuen gewalttätig werden; Gewalt ist vielmehr
ein Verhalten, das der moderne Mensch bewältigen lernen
muss
Zur Geschichte und Aktualität der Psychoanalytischen
Pädagogik:
Fragen an Rudolf Ekstein und Ernst Federn
Ernst Federn und Rudolf Ekstein, Wiener Emigranten,
Juden, Widerstandskämpfer und enge befreundete Kollegen
Bruno Bettelheims, gehörten zu den Pionieren der
Freudschen, der Wiener psychoanalytisch-pädagogischen
Aufbruchbewegung der 1920er und 1930er Jahre. 1992, kurz
nach Bettelheims Selbstmord, entstand das nachfolgende
Interview mit Rudolf Ekstein und Ernst Federn…
In historischer Perspektive Optimist:
"Um Buchenwald sieben Jahre zu überstehen, musste man
vor allem Glück haben"
1995 führte der Düsseldorfer Psychoanalytiker Bernd
Nitzschke ein Interview mit Ernst Federn, in welchem
wesentliche Themen aus Federns Leben und Wirken
behandeltet wurden...
"Hassen kann ich den Gegner nicht":
"Nackt unter Wölfen" oder "Wolf unter Wölfen"?
Das folgende Gespräch entstand am Rande einer Tagung
anlässlich Federns 80. Geburtstags im Oktober 1994 in
Berlin. Meine Absicht war, daraus einen interessanten
Beitrag für „Ich- die Psychozeitung“ (1990 von mir und
anderen gegründet, um Ex-DDR-Bürgern die Psychoanalyse
nahe zu bringen) zu machen. Das gelang. Darüber hatte
dieses Interview eine heilsame Schockwirkung für mich
persönlich...
Ernst Federn:
Ein Video-Dokument
Im Herbst 2004 wurde Ernst Federns 90. Geburtstag gleich
mehrfach, von verschiedenen Institutionen und Freunden,
in Österreich gefeiert. Die Vorträge und Diskussionen
der von Dr. Bernhard Kuschey (Wien) organisierten
Festveranstaltung wurden in dem Buch “Die Psychoanalyse
kritisch nützen und sozial anwenden” (Hg. B. Kuschey)
dokumentiert. Für diesen Band erstellten die Münchner
Psychoanalytiker Dr. Peter Bründl und Dr. Manfred Endres
eine CD, die Stellungnahmen Federns sowie ein Interview
mit dem knapp 90-jährigen Ernst Federn dokumentiert.
Dieses zeithistorische Dokument wird nun hier auf
haGalil veröffentlicht…
Vorwort von 1998:
Schriften über die Mechanismen des Terrors
Die Veröffentlichung meiner Schriften über die
Mechanismen des Terrors, von denen manche vor 50 Jahren
geschrieben wurden, in der Form eines Buches ist ein
erfreuliches Ereignis. Obwohl in Europa selbst die
Schreckenstaten von Dikaturen verschwunden sind, mit
Ausnahme des Balkans, ist die Welt nach wie vor dauernd
bedroht von Massakern und Verletzungen der
Menschenrechte.
Ernst Federn:
Versuch einer Psychologie des Terrors
Ernst Federn schloss bereits 14 Monate nach seiner
Befreiung aus Buchenwald – im Juni 1946 – seine
beeindruckende Studie „Versuch einer Psychologie des
Terrors“ ab. Sie ist aus seinem eigenen Leiden, aus dem
siebenjährigen, tagtäglichen Erleben des Terrors,
erwachsen – und doch zugleich von einer
außergewöhnlichen intellektuellen Distanz geprägt. Ernst
Federns wissenschaftliche Analyse gilt heute, neben den
Studien zur Extremsituation seines Freundes und
ehemaligen Mithäftlings Bruno Bettelheim, als ein
psychoanalytisches Grundlagenwerk. Über 50 Jahre lang
blieb sie nahezu unbekannt…
Zur Erinnerung:
Gemeinsam mit Robert Danneberg im Konzentrationslager
Robert Danneberg, ein Freund Ernst Federns, gehörte zu
den führenden sozialistischen Politikern Österreichs
Anfang bis Mitte diesen Jahrhunderts. Er war gemeinsam
mit Ernst Federn im Konzentrationslager Buchenwald
eingesperrt und verstarb im Dezember 1942 im
Konzentrationslager Auschwitz...
Ernst Federn (1945):
Erinnerungen an Fritz Grünbaums 60. Geburtstag im
Konzentrationslager
Fritz Grünbaum (1880-1941) war ein bekannter
österreichischer Kabarettist. Er wurde von den
Nationalsozialisten in Dachau und Buchenwald
eingesperrt; am 14.1.1941 verstarb er entkräftet in
Dachau an Tuberkulose. Ernst Federn gehörte in
Buchenwald zum Freundeskreis um Fritz Grünbaum.
Gemeinsam feierten sie am 7. April 1940 in Block 17
heimlich in einer denkwürdigen Feier Fritz Grünbaums 60.
Geburtstag...
"We spent some time together at Buchenwald":
Zum Briefwechsel zwischen Ernst Federn und Bruno
Bettelheim (1945 – 1989)
Die Psychoanalytiker Bruno Bettelheim und Ernst Federn
sind Begründer einer Psychologie der Extremsituation.
Sie lernten sich im Herbst 1938 während ihrer
gemeinsamen Gefangenschaft in Buchenwald kennen.
Gemeinsam sprachen sie, auf der Grundlage ihres
psychoanalytischen Wissens, mit zahlreichen
Mitgefangenen, um ihre terroristische Lebenssituation
besser zu verstehen...
Bettelheim, Ekstein, Federn:
Impulse zur psychoanalytisch-pädagogischen Bewegung
Psychoanalytisch gesehen versetzt die Vergesellschaftung
des sozialen Lebens in dem Sinne, dass aller Erfolg in
Geld ausgedrückt wird, die Menschheit auf die Stufe des
zweijährigen Kindes; das aber ist zugleich die Stufe der
Aggression. Glücklicherweise entwickeln Menschen immer
wieder Gegenkräfte gegen Mechanismen der Herrschaft und
ihrer Vertreter. Im Dienst dieser Gegenkräfte können
Psychoanalyse sowie Psychoanalytische Pädagogik eine
wesentliche Rolle spielen...
Ein Leben mit der Psychoanalyse:
Gespräche zwischen Bruno Bettelheim, Dr. Brief und Ernst
Federn
In der mir bemessenen Zeit kann ich nur sehr
fragmentarisch darüber berichten, welche Rolle die
Psychoanalyse in Buchenwald gespielt hat. Vertreten
wurde sie von drei Gefangenen: Bruno Bettelheim, Dr.
Brief und dem Berichterstatter. Nur der zweite war ein
ausgebildeter Psychoanalytiker, sein Lehranalytiker war
Wilhelm Reich gewesen...
Ernst Federn über seinen Freund:
Bruno Bettelheim und das Überleben im
Konzentrationslager
Es gibt eine große Anzahl von Büchern, die von Opfern
der Konzentrationslager geschrieben wurden. Bruno
Bettelheim gehört zu ihren Autoren. Er ist dadurch
ausgezeichnet, dass er der erste war, der
psychoanalytische Aussagen über das Verhalten im
Konzentrationslager gemacht hat. Er kam zu dem
allgemeinen Schluss, dass Identifikation mit dem
Angreifer einer der wichtigsten Abwehrmechanismen und
damit die Voraussetzung des Überlebens war…
Ernst Federn erinnert sich:
Die Bedeutung Bruno Bettelheims
Enst Federn, Pionier der Psychoanalytischen Pädagogik,
wurde wegen seines antifaschistischen Engagements und
seines Judentums von 1938 bis 1945 in Dachau und
Buchenwald gefangengehalten. Dort lernte er 1939 Bruno
Bettelheim kennen und freundete sich mit ihm an…
Kontroverses:
Weitere Bemerkungen zum Problemkreis
»Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei, erst geht
der Führer, dann geht die Partei.« Wer das 1944 laut und
zum Falschen sagte, der konnte darüber sein Leben
verlieren. Wer hätte damals geglaubt, dass auch 40 Jahre
später weder Führer noch Partei »vorüber« sind. Das
Gespenst Hitlers und der Alptraum, den er für zwölf
Jahre über Europa brachte, sollten nun, so meint eine
neue Generation von Deutschen, endlich durchgearbeitet
und überwunden werden, um, so denken sie, eine
Wiederholung unmöglich zu machen…
Ergänzende Sichtweisen:
Zur Psychologie extremer Situationen bei Bettelheim und
Federn
Bruno Bettelheim und Ernst Federn waren beide in den
Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald, Bettelheim
etwa ein Jahr im Zeitraum 1938/39, Federn sieben Jahre
von 1938 bis 1945. Beide haben aus psychoanalytischer
Sicht ihre Erfahrungen nach dem Wiedergewinnen der
Freiheit reflektiert und darüber publiziert…
Zum 90. Geburtstag:
Ernst Federn und die Erosion der Psychoanalyse
Das „Weltinteresse“, das die
Psychoanalyse einmal für sich in Anspruch nahm, hat sich
in den letzten Jahrzehnten verflüchtigt. Die übergroße
Mehrheit der Psychoanalytiker schweigt zu den
„brennenden Zeitproblemen”, zu Folter und Massaker,
Krieg und Genozid, Lager, Terror und Proliferation. Noch
aber gibt es weiße Raben, Menschen wie Ernst Federn, die
der Erosion der Kritik entgegenwirken und sich mühen,
der Psychoanalyse das verlorene Weltinteresse
zurückzugewinnen...
Neben der etablierten Psychoanalyse:
Über die zukünftigen Chancen der von Ernst Federn
wiederentdeckten und neu begründeten psychoanalytischen
Sozialarbeit
“Zukunft“, hat der Philosoph Ulrich Sonnemann einmal
geschrieben, „ist von außen wiederkehrende Erinnerung;
darum hat die Gedächtnislosigkeit keine.” Diese
Formulierung ist mehr als nur ein schönes Bonmot. Denn
die Zukunft ist, bevor sie Wirklichkeit wird, erdacht,
erfunden, erträumt worden, und darum schwindet sie, wenn
die Erinnerung an das Erdachte, Erfundene, Erträumte
verloren geht. Zukunft, die diesen Namen verdient,
erwächst, wie man mit Walter Benjamin sagen könnte, aus
dem, was in der Vergangenheit unabgegolten geblieben
ist…
Prophet im eigenen Lande:
Ernst Federns langer Weg für die Psychoanalytische
Sozialarbeit
Ernst Federns Verdienste um die Bekanntmachung und
Anerkennung der psychoanalytischen Sozialarbeit sind
immens. Jedoch? Wie steht es um eine
Institutionalisierung bzw. Etablierung der
psychoanalytischen Sozialarbeit? Der Verein für
Psychoanalytische Sozialarbeit richtet seit 1981
Fachtagungen aus, die in der Fachöffentlichkeit ein
zunehmendes Echo gefunden haben.
Das Prinzip Hoffnung stärken:
Zur Psychologie des Terrors im totalitären System der
DDR
Ernst Federns spezifische Wahrnehmung des Terrors im
Nationalsozialismus so wie sein theoretischer Beitrag zu
dessen Verständnis bildet die Voraussetzung zu den
folgenden Ausführungen...
Annäherungen und Begegnungen:
Ernst Federns Bücher
1990 publizierte der seinerzeit 76-jährige Ernst Federn
auf englisch seine erstes eigenes Buch: Seine
Essaysammlung „Wittnessing Psychoanalysis“ – 1999
erschienen sie dann auf deutsch unter dem Titel „Ein
Leben mit der Psychoanalyse. Von Wien über Buchenwald
und zurück nach Wien“. 1994, anlässlich Ernst Federns
80. Geburtstages, war der von Tomas Plänkers gemeinsam
mit Ernst Federn erstellte Band „Vertreibung und
Rückkehr“ erschienen, 1998 folgte die Sammlung seiner
Terrorstudien unter dem Titel „Versuche zur Psychologie
des Terrors“... |
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FRANKREICH / BENELUX /
GROSSBRITANNIEN / SKANDINAVIEN |
Fälscher, Blasphemie und Sex-Skandale:
Geier am Grabe van Goghs
Steven T. Kittl und Christian Saehrendt
erzählen herrlich hässliche Geschichten aus der Welt der schönen
Künste…
Zwei Filmtipps:
Schweigende Archive, laufende Kameras und die Schoa
Auch Spielfilme, seien sie auf wahren
Ereignissen beruhend oder komplette Fiktion widmen sich häufig
dem Holocaust, und seit Neuestem gibt es sogar einen
Comicbuch-Trend zum Thema – die Comic-Version des "Tagebuchs der
Anne Frank", an der gerade gearbeitet wird, wird wohl nicht das
letzte Werk dieser Art sein. Alles schon gehabt also? Nicht
unbedingt, wie "La Rafle" und "A film unfinished" zeigen...
Schwein und Wein in Frankreich:
Rassistischer Aperitif
Nach der "Schweinefleischsuppe" als Mittel zum
Zweck diskriminierender "Bedürftigenhilfe": Aktivisten der
extremen Rechten und rassistische Ex-Linke suchen und finden im
"Aperitif, Marke Schwein & Wein" einen neuen Ausdruck der
Verteidigung ihrer "kulturellen Identität". Aber bitte ohne
Juden und – in dem Falle vor allem – ohne Moslems…
Bewusst ohne großes Aufsehen haben die
Londoner der Opfer der Terroranschläge vor fünf Jahren gedacht.
Der britische Regierungschef David Cameron versprach im
Parlament den Hinterbliebenen, dass die mehr als 50 Todesopfer
nie vergessen würden. "In unseren Herzen fühlen wir mit den
Familien und Freunden der Opfer."
Dieudonné:
Der "Beweis" eines französischen TV-Moderators
Ein Fernsehmoderator behauptet den Antisemitismus zu bekämpfen,
indem er einen Antisemiten agitieren lässt…
Frankreich:
Autobahn
für den Front National
Die Blamage der französischen
Nationalelf bei der WM ruft Rassisten und Populisten auf den
Plan…
Belgien:
Separatisten mit Sonnenblume
Bei den Wahlen in Belgien triumphierte die
flämisch-nationalistische NVA von Bart de Wever. Sie könnte
womöglich den Staat mitregieren, den sie abschaffen will…
Frankreich:
"Islamdebatte", die (ungefähr) 923.te
Ein Knöllchen-Streit wird zur Staatsangelegenheit und
Überlebensprobe für das Abendland. Oder: Eine äußerst passend
kommende „Affäre“…
J Call:
Ein
Appell an die Vernunft
Wir sind europäische Bürger jüdischer Herkunft, die aktiv in das
politische und gesellschaftliche Leben unserer jeweiligen Länder
involviert sind. Was immer auch unsere persönliche Agenda sein
mag, die Verbindung mit dem Staat Israel ist Teil unserer
Identität. Die Zukunft und Sicherheit dieses Staates, mit dem
wir unverbrüchlich verbunden sind, besorgt uns sehr…
Goldman Sachs und der Dealer:
1. Mai
2010 in Paris
2000 Rechtsextreme bei Jean-Marie Le Pen. Die letzte Mai-Rede zu
Themen der Wirtschaftskrise…
Eric Hobsbawm:
Globalisierung, Demokratie und Terrorismus
Wenn einer der bekanntesten und bedeutendsten Historiker einen
Ausblick auf das 21. Jahrhundert wagt, ist das auf jeden Fall
vielsprechend. Handelt es sich dabei um Eric Hobsbawm kann man
davon ausgeben, dass dies auf jeden Fall kurzweilig ausfällt,
auch wenn man sich nicht mit allem einverstanden erklären mag...
Nationale Identität:
Frankreich nach den Regionalparlamentswahlen
Regierende Rechte mobilisierte für die Neofaschisten unter Le Pen erfolgreich
mit – und fährt nun glatt damit fort: „Lasst tausend rechte Sumpfblüten
aufblühen!“…
Umkämpfte Stadien:
NaziHools in
Frankreich
Nazis und Hooligans beim Pariser PSG machen wieder von sich reden und beweinen
erneut einen “Märtyrer” in ihren eigenen Reihen…
Gehen, kommen und nicht bleiben dürfen:
Eine Britin erinnert
sich an ihre Eltern
Sie waren Sudetendeutsche, Juden, Sozialisten, tschechoslowakische Bürger… |
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ITALIEN / SPANIEN /
PORTUGAL / MALTA |
Film Tipp:
Männer al
dente
Tommaso ist es leid, anderen etwas
vorzumachen. Seine Familie soll endlich wissen, dass er nicht
BWL, sondern Literatur studiert hat. Und dass sein erster Roman
fertig ist, für den er einen Verlag sucht…
Shlomo Venezia:
Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz
Als Jude italienischer Abstammung wuchs Shlomo Venezia in
Saloniki auf. Im April 1944 wurde er von den deutschen Besatzern
nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er im so
genannten Sonderkommando arbeiten. Seine Aufgabe: den Opfern die
Haare schneiden, sie in die Gaskammern führen, ihnen vorlügen,
sie würden nur geduscht, und sie nach dem Erstickungstod
verbrennen. Doch dann merkt er, dass im Lager ein Aufstand
vorbereitet wurde… |
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POLEN /
BALTIKUM / RUSSLAND / GUS |
Polnische Dankbarkeitsmedaille:
Posthum an Lew Kopelew
Lew Kopelew soll mit der vom Europäischen Zentrum der
Solidarność in Danzig gestifteten „Dankbarkeitsmedaille“ geehrt
werden. Mit der Auszeichnung wird Kopelews „Engagement für die
Vorbereitung der Hilfe für die Solidarność und seine
Unterstützung für die Polen in ihrem Kampf gegen das autoritäre
System“ gewürdigt…
Bikernieki:
Als das Vertrauen in die Mitmenschen verloren ging
Die Reise zur Gedenkveranstaltung des Deutschen Riga Komitees im
Wald von Bikernieki war für die Gelsenkirchener Jüdin Judith
Neuwald-Tasbach ein schwerer Gang…
Ziggy Elman:
Am
Anfang stand der Klezmer
Elman, der eigentlich Harry Finkelman
hieß, kam am 26. Mai 1914 in der Ostküsten-Großstadt
Philadelphia, Pa. zur Welt. Sein Vater Alek Finkelman,
russischer Jude ebenso wie dessen Frau, besaß einen
Süßwarenladen, trat gelegentlich als Kantor auf und war
Klezmer-Geiger. Auch Harry sollte, so der Wunsch des Vaters, das
Violinspiel erlernen. Jedoch favorisierte der die Blechbläser
und, wie später über ihn berichtet wird, spielte er bald fast
jedes beliebige Instrument... |
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TSCHECHIEN / SLOWAKEI
/ UNGARN |
Die Tschechoslowakei in der
Zwischenkriegszeit:
Einfluss der sowjetischen Propaganda
In der Zwischenkriegszeit galt die Sowjetunion für
hunderttausende Europäer, darunter auch viele Tschechen und
Slowaken, als Symbol des Fortschritts und als Hoffnung auf eine
glückliche Zukunft. Und das, obwohl der erste „sozialistische
Staat der Welt“ nicht nur alle Parameter eines totalitären
Staates hatte, sondern diese durch die Willkür des stalinschen
Regimes weit übertraf…
CZ-Eisenbahngewerkschaft:
Entschuldigung
für Boss Dušek
Die Eisenbahngewerkschaften entschuldigten sich für die
Erklärungen des Gewerkschaftsbosses Dušek über Homosexuelle im
Verkehrsressort...
Ungarn:
Werden nur die Opfer beleidigt?
Immer noch trifft man die Ansicht, Antisemitismus und seine
Bekämpfung sei Sache der Juden. Wir hören und lesen oft, ein
antisemitischer Spruch könnte die Überlebenden des Holocaust
oder deren Nachkommen kränken. Das ist zwar wahr, genügt aber
nicht, denn es könnte dadurch der Eindruck entstehen, der
wichtigste Grund warum man gegen Antisemitismus Stellung nimmt
sei die Empfindlichkeit der Opfer...
Boskovice bei Blansko:
Synagoge und jüdische Schule werden restauriert
Die Synagoge im südmährischen Boskovice bei Blansko soll saniert
werden. Dies gaben am Montag Vertreter der jüdischen Gemeinde
und der Stadtverwaltung bekannt. Das Gebäude aus dem 17.
Jahrhundert, das vor allem durch seine wertvollen Fresken
bekannt ist, leidet unter hoher Luftfeuchtigkeit…
Ein gefährliches, rassistisches Land:
Ungarns völkische Wende
Die rechtsextreme Partei Jobbik hat sich mit ihrer offen
rassistischen, antisemitischen und nationalistischen Propaganda
als eine der wichtigsten politischen Kräfte in Ungarn etabliert.
Sie kommt in der Bevölkerung gut an, denn sie spricht aus, was
vom politischen Establishment tabuisiert wird. Die künftige
Regierung wird dem Druck der Ultrarechten ausgesetzt sein…
Budapest:
"Marsch des Lebens"
Am 11. April fand der erste Durchgang der Wahlen zum ungarischen
Parlament statt, der mit einem eindeutigen Sieg der
„national-konservativen“ Fidesz und dem Einzug der Jobbik ins
Parlament endete. Eine Woche vor der zweiten Runde der Wahlen
nahmen ungefähr 20.000 Menschen am “Marsch des Lebens” in
Budapest teil…
"Ein Sieg für Ungarn"?:
Orbáns
Seiltanz
Die Parlamentswahlen in Ungarn waren ein Erfolg für die Rechten. Ein Triumpf
waren sie vor allem für die offen antisemitische Partei Jobbik, die zum ersten
Mal ins Parlament zog…
Der ungarische Journalist Iván Andrassew im Interview:
Die
Gleichgültigkeit und die Angst
Ungarn ist soweit gekommen: Eine Partei konnte für die niedrigsten Triebe und
Affekte organisiert werden und man konnte auf dem Hass, der Ausgrenzung und den
Rassismus ein Geschäft gründen – Zeitung, Fernsehen, Radio, Buchgeschäfte usw...
Import – Export:
Christian Homophobia
Ltd.
Fundamentalistische Christen aus den USA schüren Homophobie in Afrika. Und
fundamentalistische Christen aus Afrika unterstützen ihre homophoben US-Kollegen
im Kampf gegen die zunehmende Akzeptanz von Homosexualität in den USA…
Ungarn:
"Wir setzen uns nicht
in den Viehwaggon!"
Népszava, die linke Budapester Tageszeitung hat fünf Tage vor den Wahlen einen
Artikel des Budapester Philosophen G.M. Tamás publiziert, der keine
Wahlempfehlung gibt, sondern die Fehler aller Parteien aufzählt…
Ungarn:
"Christen" und
Christen
In Ungarn weht leider ein anderer Wind, dort konnte „Barikad“
mit einem Titelblatt erscheinen, das die Statue des katholischen Heiligen St.
Gellert am Gellertberg in Budapest zeigt. Doch anstatt das Kreuz hebt dieser
eine Menora hoch. Die Erklärung prangt auch am Titelblatt: “Budapest, erwache!
Ist es das, was ihr wollt?”...
Ein Überblick zu Europas Rechtsextremen:
Grenzübergreifende Zusammenarbeit - mit Lücken
Bei Wahlen auf längere Frist erfolgreich sind unter ihren Mitgliedsparteien
bislang nur der französische FN, die ungarische „Jobbik“-Bewegung und seit
kürzerem auch die BNP im Vereinigten Königreich. Bruno Gollnisch appelliert
jedoch explizit besonders an die österreichische FPÖ, sich ihr ebenfalls
anzuschließen, da sie „mit der politischen Grundsatzerklärung keine Probleme
haben dürfte“...
Ungarn:
Völkisches Denken,
antisemitische Mobilisierung und drohende Gewalt
Analysen über die gewaltbereite Stimmung, die sich vor allem gegen die
jüdische Minderheit, die Roma und Homosexuelle in Ungarn richtet, sehen
überwiegend die Ungarische Garde in der Verantwortung. So richtig diese
Feststellung ist, so wenig trägt sie zur Erklärung der Komplexität der Situation
und der Stimmung im Lande bei, weil sie sowohl auf der Täter- als auch auf der
Opferseite mit Minderheiten operieren und die Begriffe zu eng interpretieren...
Von Szene keine Rede:
Bedingte
Toleranz
In Tschechien kämpfen homosexuelle Aktivisten gegen alte Vorurteile,
gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung, aber auch gegen die eigene
politische Passivität… |
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RUMÄNIEN / BALKAN
/ GRIECHENLAND /
TÜRKEI |
Esriel Carlebach:
Stolze Spanier – Saloniki (1932)
Die Juden von Saloniki erschienen dem Mann, der eineinhalb
Jahrzehnte später zum Begründer der Zeitung "Ma’ariv" werden
sollte, Esriel Carlebach, einst als so bedeutsam, dass er ihnen
in seinem Buch "Exotische Juden" das erste Kapitel einräumte...
Unzumutbare Bedingungen:
Endstation Kosovo
Die deutsche Praxis, Roma und andere Minderheiten in das Kosovo
abzuschieben, gerät immer stärker in die Kritik…
Norman Paech im Kampf gegen Israels Souveränität:
Zum
Auftritt eines deutschen Antizionisten in Wien
Am 8. Juli wird der antizionistische Vordenker der deutschen
Linkspartei Norman Paech in Wien über die
Hamas-Solidaritätsflotte referieren...
Grüße aus Istanbul:
Zum
internationalen Tag des Kusses
Baci, Besa me mucho, Bussi, Şımarık, Neschikoth…
Neue Strategie der türkischen Außenpolitik:
"Es
gilt als normal, dass türkische Juden Angst haben"
Der türkisch-jüdische Historiker Rifat N. Bali forscht und
publiziert seit 1996 über nicht-muslimische Minderheiten in der
Türkei, über Antisemitismus, Verschwörungstheorien und die
sozialen und kulturellen Entwicklungen in der türkischen
Gesellschaft. Der 61jährige Publizist lebt in Istanbul…
Friedrich Carl Heman:
Die
Juden in der Türkei (1908/1927)
Der Text kann als ein Dokument der
Haltung einer relativ (!) aufgeschlossenen, mitteleuropäischen,
christlichen Elite sowohl dem Judentum, als auch dem Islam
gegenüber, angesehen werden. Wobei von besonderem Interesse das
Maß der christlichen Toleranz gegenüber den beiden anderen
Religionen, bzw. die Beantwortung der Frage wie ausgeprägt die
Bereitschaft zu ehrlichem Verständnis für die ‚anderen‘
tatsächlich ist...
Überblick:
Die Juden von Saloniki im deutschen Lexikon
2000 Jahre Juden in Saloniki – wie gingen/gehen deutsche
Nachschlagewerke generell an dieses Thema heran? Wie stellen sie
die so schmerzliche Rolle der eigenen deutschen Vorfahren bei
der Vernichtung der Juden der griechischen Stadt dar? Welche
möglichen Erkenntnisse oder Lehren aus der Geschichte vermitteln
die Lexika dem deutschen Benutzer?... |
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USA |
Exil in der Dominikanischen Republik:
Sosúa – eine jüdische
Siedlung in der Karibik
Als Kurt Ludwig Hess am 25. Juni 1939 in der dominikanischen Hafenstadt Puerto
Plata von Bord des Frachters Bretagne ging, hatte er bereits eine Odyssee hinter
sich. „Luis“, wie er auf der Insel genannt wurde, stammte aus einer jüdischen
Familie in Erfurt und hatte Nazi-Deutschland 1933 verlassen…
Import – Export:
Christian Homophobia
Ltd.
Fundamentalistische Christen aus den USA schüren Homophobie in Afrika. Und
fundamentalistische Christen aus Afrika unterstützen ihre homophoben US-Kollegen
im Kampf gegen die zunehmende Akzeptanz von Homosexualität in den USA…
USA:
Die andere jüdische
Lobby
Die US-amerikanischen Juden sind mehrheitlich für einen gerechten und haltbaren
Frieden mit den Palästinensern. Die Organisation J Street will ihnen endlich
eine Stimme geben… |
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