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Jüdische Nachrichten:
Aus Europa und der Welt
[GoogleNews/haGalil] |
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September
- Dezember 2010
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ALLGEMEIN
/ VERSCHIEDENES |
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Unter Beschuss:
Menschenrechtler häufig Ziele im Cyber-Krieg
Mit ihren Online-Präsenzen sind Menschenrechts-organisationen
und Aktivisten permanenten Attacken ausgesetzt. Die Offensive
gegen Wikileaks ist dabei alles andere als ein Einzelfall. Wie
das Berkman Center for Internet and Society an der Harvard
University aufzeigt, sind Personen und Organisationen, die
kontroverses Material ins Web stellen, besonders starken
Angriffen ausgesetzt. Gegenwind bekommen sie in erster Linie von
jenen, die anderer Meinung sind als sie…
Europa verwehrt Migranten ohne Dokumente Menschenrechte:
Ohne
Ausweis kein Arztbesuch
Viele Länder Europas versperren Migranten ohne Dokumente den
Zugang zur Gesundheitsversorgung, obwohl sie diese als
grundlegendes Menschenrecht anerkennen. Das verdeutlicht das
Projekt “Health Care in NowHereLand”, das in einem Bericht die
Situation undokumentierter Migranten in den Ländern Europas
unter die Lupe nimmt. Da sich nationale Gesetze und
Menschenrechte widersprechen, sollte die Politik laut Ansicht...
Vorschlag aus Bhutan:
Bruttosozialglück
“Wonach werden wir, als fortschrittliche Gesellschaft, gemeinschaftlich streben,
da wir nun keiner existenziellen Bedrohung mehr ausgesetzt sind?"...
Der Mann mit dem kleinen, schwarzen Kasten:
Terrorist, Terrorist
Ein Selbstmordattentäter auf der Fähre Kaitaki auf dem Weg von
Wellington nach Picton in Neuseeland hielt die ganze Nation in Atem...
Der fruchtlose Dialog mit dem Iran:
Reden, nur um zu reden?
Immer mehr drängt sich der Eindruck auf, dass der Westen seiner
wie auch immer beschränkten Freiheit dermaßen überdrüssig ist,
dass er die Kraft zur konsequenten Bekämpfung eines Regimes wie
dem iranischen nicht aufbringt – ganz im Gegensatz zu vielen
Iranern. Caspian Makan beispielsweise, der Verlobte der vor
laufenden Kameras erschossenen Neda, forderte kürzlich ein
komplettes Ölembargo gegen den Iran...
Es ist was es ist:
Geschichten von der Liebe
“Nur was man mit Freude lernt, lernt man gut”, steht im Talmud
und dass dieses Motto über dem neuen Buch von Ruth Wertheimer
steht, deutet daruf hin, dass es ihr und Jerome Singerman, ihrem
Mitautor, Spaß gemacht, an diesem Buch zu arbeiten, das sie als
Gemeinschaftswerk zweier guter Freunde vorstellen....
Keine Entwarnung:
Weltkarte der Terrorgefahren 2010
Die weltweiten Krisengebiete sind auch die Brennpunkte des
Terrorismus: Der Irak, Pakistan, Afghanistan, Indien, Somalia
und der Jemen sind die Kriegsschauplätze der heutigen Zeit. Dies
geht aus der Weltkarte der Terrorgefahren 2010 hervor, die der
weltweit größte Versicherungsmakler Aon veröffentlicht hat… |
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ÖSTERREICH / SCHWEIZ |
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Krone-TV:
HC
Strache in Israel
Der Film zeigt Strache am israelischen Außenposten beim
Gaza-Streifen, in der am meisten beschossenen Stadt Sderot und
bei den jüdischen Siedlern in der Westbank. Insgesamt 100
Stunden verbrachte HC Strache in Israel, besuchte gemeinsam mit
europäischen Politikern aus dem rechten Lager Schauplätze des
israelisch-palästinensischen Konflikts. Bestimmendes Thema der
Reise war der Anti-Islamismus…
Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft:
Antisemitismus und die Transformation des Nationalen
In der Antisemitismusforschung gilt seit den Arbeiten der
Kritischen Theorie die These vom engen Zusammenhang von
Nationalismus und Antisemitismus als allgemein anerkannt. Dies
zeigt die Entwicklung der europäischen Nationalstaaten im 19.
Jahrhundert und im 20. Jahrhundert, in dem die Verschränkung von
Antisemitismus und Nationalismus in der Schoah gipfelte...
Auch heute noch aktuell:
Kurt Tucholsky mit
i geschrieben
Ich entdeckte Kurt Tucholsky erst nach meiner Rückkehr Ende 1951 nach
Österreich. Damals publizierte der Rohwolt Verlag einige seiner Bücher im
preiswerten rororo Taschenbuchformat...
Frauen in Schwarz:
Wiener Chuzpe
und Tinnef
Die neonazistische Alpen-Donau ist über H.C. Strache empört. Der
Sozialdemokrat Fritz Edlinger, der Generalsekretär der "Gesellschaft für
Österreichisch-Arabische Beziehungen" (GÖAB) hingegen, der in seinem Verein
bislang keine Probleme hatte mit FPÖ Funktionären zusammenzuarbeiten, spricht
von "Chuzpe made by Strache"...
Österreich - Jüdisches Museum Hohenems:
Ein gewisses jüdisches Etwas
Diesmal erzählt nicht das Museum dem Publikum, was es mit dem
Jüdischen auf sich hat, sondern umgekehrt: Das Museum lud dazu ein, Dinge und
ihre Geschichten mitzubringen. Dabei spielte es keine Rolle, ob man selber
jüdisch, christlich oder muslimisch, konfessionslos, gläubig oder atheistisch
ist oder welche Nationalität man hat...
Kundgebung in Wien:
Liebäugeln mit dem sanktionierten Regime
Die Wirtschaftskammer hält diesen Donnerstag in Wien ein
“Iran-Seminar” ab, bei dem Unternehmen offensichtlich erklärt werden soll, wie
sie trotz Sanktionen weiterhin hervorragende Geschäfte mit der Diktatur aus
Mullahs und Revolutionsgarden machen können. Der Druck auf das Regime, das
weiterhin an seinem Nuklearprogramm arbeitet und die iranische Freiheitsbewegung
brutal unterdrückt, wird durch solche Veranstaltungen bewusst zurückgenommen…
Nazis im Netz:
An der schönen
braunen Donau
Die österreichischen Behörden gehen gegen die Betreiber einer
Nazi-Homepage vor. Diese haben gute Verbindungen zu Burschenschaften, militanten
Rechtsextremen, zur FPÖ und auch nach Deutschland…
Österreich:
Was
Schakfeh befürchtet
Zum anderen hätten viele Muslime Bedenken, sich
zu registrieren – aus Angst, dass ihnen daraus Nachteile
erwachsen könnten, „wenn so etwas passiert wie mit den Juden vor
dem Zweiten Weltkrieg“, so Schakfeh wörtlich...
Zum Andenken:
Zum
100. Geburtstag von Hilde Federn
"Meiner Frau Hilde gewidmet, der ich mein Leben
verdanke." Diese Widmung an Hilde setzte Ernst Federn seiner
Essaysammlung Ein Leben mit der Psychoanalyse voran. Mehr Worte
bedarf es nicht, um Ernst Federns tiefe Dankbarkeit gegenüber
Hilde zu charakterisieren. Ernst und Hilde Federn teilten 72
Jahre glücklicher wie traumatischer Erfahrung. Stets war sie an
seiner Seite: zurückhaltend, einfühlsam, teilnehmend und von
einer anrührenden Liebenswürdigkeit…
Jüdisches Museum
Hohenems:
Ein
gewisses jüdisches Etwas
Eine Ausstellung der besonderen Art, eine Ausstellung, bei
der jede und jeder mitwirken kann. Die Besucher, also Sie
selbst, bestimmen am 17. Oktober, was wir ausstellen. Denn Sie
bringen uns Ihr "gewisses jüdisches Etwas" mit...
Europaweite Proteste:
Schweizer Iran-Politik in der Kritik
Am Montag, den 11. Oktober, wird das Bündnis STOP THE BOMB um 16
Uhr in mehreren europäischen Städten gegen die Schweizer
Iran-Politik auf die Straße gehen. In Wien findet zeitgleich mit
Aktionen in Zürich, Berlin, Düsseldorf und London eine
Kundgebung vor der Schweizer Botschaft in der Prinz-Eugen-Straße
statt…
Aus Österreich:
Unterstellungen, Pauschalisierungen, falsche Fakten
Offene Briefe zu dem Artikel “DER
ANTI-SEMITISMUS-VORWURF UND KEIN ENDE” von Mag. Thomas
Hennefeld, Superintendent der evangelischen Kirche helvetischen
Bekenntnisses in Österreich, erschienen in Kritisches
Christentum, Sept./Okt. 2010…
Simon Wiesenthal:
Der Unbequeme
Er hatte viele Freunde. Aber vielen – noch mehr – war er auch
ganz einfach unbequem. Dass ihn (mehr oder weniger ehemalige)
Nationalsozialisten hassten, weil sie ihn fürchteten, liegt auf
der Hand. Aber Simon Wiesenthal war auch so vielen lästig, weil
er ein Stachel war. Er erinnerte diejenigen – Juden und andere,
dass der Preis zu hoch war, der für ein Arrangement mit einer
Schlussstrich-Gesellschaft zu zahlen gewesen wäre…
Simon Wiesenthal:
Interview mit Tom Segev
Tom Segev ist Historiker und einer der profiliertesten
Journalisten Israels. In Deutschland wurde er durch sein Buch
„Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der
Erinnerung“ (1995) bekannt…
Simon Wiesenthal:
Nazi-Jäger aus schlechtem Gewissen
Simon Wiesenthal überlebte im Zweiten Weltkrieg fünf
Konzentrationslager. Nach seiner Befreiung wurde er zu einem der
bekanntesten Nazi-Jäger, dennoch gehörten Juden zu seinen
erbittertsten Feinden. Tom Segevs Biograhpie erzählt dieses
widersprüchliche Leben…
Sanktionsbeschlüsse nicht ausreichend:
Eine Pipeline zu den Mullahs
Die Schweizer Regierung und der
Energiekonzern EGL halten zum iranischen Regime. Aber auch
deutsche Firmen sind weiter gut im Geschäft… |
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FRANKREICH / BENELUX /
GROSSBRITANNIEN / SKANDINAVIEN |
Frankreich
Paris:
Rassisten
und Moslemfeinde trafen sich zum Kongress
Letztendlich blieb der jüdische „Koscherstempel“ aus, zwei Drittel der Redner
entstammen einem rassistischen und/oder rechtsradikalen Spektrum, die Frage
bleibt, was das übrige Drittel dort zu suchen hatte. Vom durch die Veranstalter
beanspruchten „Laizismus“ waren die Inhalte meistens weit entfernt: katholische
Fundamentalisten waren ebenso willkommen wie „Identitäts“-Rassisten…
Europäischer Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma 2010:
Auszeichnung für Simone Veil
Am 16. Dezember 2010 vergeben die Manfred Lautenschläger Stiftung, der
Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
zum zweiten Mal den mit 15.000 Euro dotierten Europäischen Bürgerrechtspreis der
Sinti und Roma im Auswärtigen Amt in Berlin. Die diesjährige Preisträgerin ist
Simone Veil. Erstmalig werden im Rahmen der Preisverleihung auch zwei
Sonderpreisträger ausgezeichnet…
Islamhass soll Kräfte bündeln:
Rechtsradikalen-Häuptlinge aus halb Europa in Israel
Soll man Juden mehr hassen als Araber respektive Muslime? Oder lieber umgekehrt?
Ungefähr so laufen Theoriedebatten auf der extremen Rechten ab. Durch die Reise
von Prominenten dieses politischen Lagers[01] - unter ihnen die Leithammel der
FPÖ aus Österreich[02] und des Vlaams Belang (VB, früher Vlaams Blok) aus dem
flämischen Norden Belgiens – nach Israel seit dem vorgestrigen Montag wurde
neues Öl ins Feuer des mitunter hitzig ausgetragenen Streits gegossen...
"Anti-Islam-Konferenz" in Paris:
Ralph Giordano sagt Beteiligung ab
Der jüdische Schoah-Überlebende fühlt sich hintergangen: "Ich wurde auf eine
falsche Fährt gelockt"…
Frankreich I:
Europaweiter Anti-Islam-Kongress geplant
Der Bloc identitaire, angebliche „laizistische
Republikaner“ und diverse Sumpfvögel wollen am 18. Dezember 10 in Paris eine
veritable Querfront-Veranstaltung mit internationalem Anspruch abziehen...
Frankreich II:
Die "Affäre Venussia
Myrtil"
Die "Affäre Venussia Myrtil" und die scharfmacherischen Gegner
der Chefkandidatin Marine Le Pen: Hilfe, der extremen Rechten droht die
Aufweichung!…
Frankreich:
Einwanderer-"Invasion" und "soziale Frage"
Die "Dissidenten" des Front National – zwischen
Splitterparteienwesen und Versuchen, Einfluss auf die Vorgänge
bei der Hauptpartei der extremen Rechten zu nehmen…
Frankreich:
Aktuelles aus der extremen Rechten
Der Front National befindet sich im Übergang zur Zeit "nach"
Jean-Marie Le Pen. Derzeit tobt der innerparteiliche "Wahlkampf"
im Wettstreit um seine Nachfolge – dabei mischen neben diversen
illustren Figuren auch fanatische Antisemiten hier und da mit.
Auf der Straße macht unterdessen der aktivistische Bloc
identitaire dem FN mal wieder Konkurrenz…
Grenzen austesten:
Die
Methode Sarkozy
Der französische Präsident will den Streit mit
den europäischen Institutionen über die Roma-Politik seiner
Regierung nutzen, um sich innenpolitisch als "Verteidiger der
Nation" zu profilieren. Damit nähert er sich den Rechtsextremen
an…
Bon Voyage
Frankreich schiebt Roma ab
Vergangene Woche wurden die ersten
Gruppen rumänischer Roma in ihr Herkunftsland ausgeflogen. Das
französische Innenministerium spricht von "freiwilliger
Ausreise" und will dafür sorgen, dass bis Ende des Monats
insgesamt 700 Roma nach Rumänien und Bulgarien zurückkehren… |
Julian Assange:
Behörden nehmen Wikileaks-Gründer fest
Die britische Polizei hat den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian
Assange, verhaftet. Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung war von schwedischen
Behörden ein internationaler Haftbefehl erlassen worden, der den 39-jährigen
Australier nun hinter Gitter bringt. Zuvor hatte Assange noch politisches Asyl
in der Schweiz erwogen. Sein Anwalt, Mark Stephens, hatte den Haftbefehl als
“politischen Trick” bezeichnet… |
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ITALIEN / SPANIEN /
PORTUGAL / MALTA |
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Rom:
Eine Ikone der Güte und Zivilcourage
Der italienische Jesuit Raffaele de Ghantuz Cubbe (1904-1983),
der während des Zweiten Weltkriegs Juden vor dem NS-Regime
gerettet hatte, wurde jetzt posthum vom Staat Israel geehrt. Der
Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy,
überreichte am Dienstag in Rom die Medaille zum “Gerechten unter
den Völkern” an dessen jungen Neffen Francesco de Ghantuz Cubbe...
Jam
haikhon / Mittelmeer:
[Nochmal
Musik - diesmal aus Malaga, Athen, Tel Aviv, Pula, Akaba...]
Andalus:
Sefardische Lieder
Musikalisch gesehen sind sefardische
Lieder oft weitaus weniger spanisch als ihre Verse. Die Melodien
haben nicht in dem Maße ihren hispanischen Ursprung konserviert
wie die Texte. Vor allem die orientalischen Sefarden haben sich
arabisch-türkischer Musik angepasst, während ihre Glaubensbrüder
in Nordafrika mehr den europäischen Regeln der Musik folgen…
Ladino:
Spanische Romanzen
Im Spanien des 12. bis 17 Jahrhunderts war die Romanze
wichtigste und populärste literarische Form. Anonyme Dichter
erzählen darin in volkstümlich-epischer Form von großen Königen
und kleinen Episoden des mittelalterlichen Alltags, von Helden
und Verlierern, untreuen Ehefrauen, zurückkehrenden Gatten, von
generösen Sultanen und kriegerischen christlichen Edelleuten…
Iran verstärkt Propaganda in Europa:
Spanischer Nachrichtensender geplant
Die iranische Regierung finanziert, trainiert und bewaffnet
nicht nur Terrorgruppen im Kampf gegen die Vereinigten Staaten,
Europa und Israel, sondern macht auch im Kampf um die Köpfe
erhebliche Fortschritte und dehnt ihre internationale
Medienkampagne aus…
Sfarad:
Die Musik der spanischen Juden
Einen Tag bevor Kolumbus von einem spanischen Hafen aus in
Richtung Westen in See sticht, wir schreiben den 2. Aug. 1492,
tritt ein Dekret in Kraft, das dem Spanien der drei Kulturen ein
Ende setzt. Dem Genueser Seemann ist sein Traum Wirklichkeit
geworden, den spanischen Juden wurde die politische Wirklichkeit
zum Trauma…
Das jüdische Spanien:
"…
Die in Sefarad leben”
Noch in unserem Jahrhundert wunderte sich ein spanischer
Historiker über die riesigen Schlüssel aus geschmiedetem Eisen,
die ihm immer wieder an den Wänden vieler Häuser in Saloniki und
auf Rhodos auffielen. Auf die neugierigen Fragen des Forschers
antworten ihm die Besitzer in einem antiquierten Spanisch des
15. Jahrhunderts: “Dieser Schlüssel öffnet das Haus unserer
Vorfahren in Toledo.”…
Stars of Ladino Music:
Mediterrane
Poesie zwischen Cadíz und Haifa
Ladino, oder Judeo-Spanisch, ist eine
sehr alte Sprache, die noch heute von türkischen, griechischen
und bulgarischen Juden gesprochen wird...
Im schattigsten Palmenhain:
Kordova
Walter Rathenau, früherer deutscher Außenminister, berichtet aus
dem "Garten der Hesperiden": In dem Dome zu Kordova stehen
Säulen dreizehnhundert, dreizehnhundert Riesensäulen tragen die
gewalt'ge Kuppel... |
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POLEN /
BALTIKUM / RUSSLAND / GUS |
Ein Bild von intensiver Leuchtkraft:
Zum 175. Geburtstag von Mendele Moicher Sforim
Am 2. Januar jährt sich der 175. Geburtstag des
jiddischen und hebräischen Schriftstellers Mendele Moicher
Sforim, der als Begründer der modernen jiddischen Literatur
gilt. Der vorliegende Text von Sigfried Schmitz wurde zum
zehnten Todestag des Schriftstellers in der Zeitschrift “Menorah
– Illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie”, die
zwischen 1923 und 1932 erschien, veröffentlicht...
Taktisches Element:
Die Juden, das "Dritte
Reich" und die Sowjetunion
Der Kampf der Nazi gegen den angeblich jüdischen Bolschewismus nahm 1939 ein
Ende, sie arrangierten sich mit der Sowjetunion, um freie Hand gegen Polen und
die Westmächte zu bekommen...
Massentourismus am Ort der Vernichtung:
"Seht es euch selbst an!"
Warum ein Besuch in Auschwitz nachdenklich, aber nicht betroffen macht…
Katerina:
Auf den
Spuren des Judenhasses
Aharon Appelfelds Roman "Katerina" nähert sich dem Antisemitismus
in der Bukowina vor der Schoah aus ungewöhnlicher Perspektive…
Russische Wirtschaft:
Die fehlenden Juden
Dass der Holocaust für das jüdische Volk
nicht nur einen unvorstellbaren demographischen und kulturellen,
sondern auch einen wirtschaftlichen Aderlass bedeutet hat,
bedarf keiner weiteren Erläuterung. Dabei geht es nicht nur um
Produktions- und sonstiges Vermögen, das bis auf wenige
Ausnahmen unwiderruflich verfallen war, sondern auch und vor
allem um das menschliche Entwicklungspotential der jüdischen
Gemeinden in Europa, das dem in den USA – dort gehören die Juden
zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Bevölkerungsgruppen – in
nichts nachstand. Man stelle sich auch vor, um wie viel
schneller und erfolgreicher Israel sich entwickelt hätte, wenn
selbst nur eine Minderheit der Holocaust-Opfer in den jüdischen
Staat eingewandert wäre… |
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TSCHECHIEN / SLOWAKEI
/ UNGARN |
A Dim Hope:
Censorship In Hungary
I am told not to be alarmed when I encounter aggressive
anti-Semitism in Hungary. After all there exists a vibrant
Jewish culture in Budapest and there was hope the “conservative”
Fidesz government would curb the development of aggressive
Anti-Semitism...
Mediengesetz in Budapest:
Eine Zensur findet statt!
Ab morgen ist Ungarns gesamte Kommunikation
unter Kontrolle…
Versöhnung und Vertrauen:
"Irgendwo musste ich ja anfangen!"
Leo Holzer, Karl und Anna Maria Brandl-Krotzer, die Toleranz
benachbarter Feuerwehrleute und das Wunder der privaten
tschechisch-österreichisch-bayerischen Versöhnung…
US-Botschafter in Prag:
Präsident Obama ernennt Norman Eisen
US-Präsident Barack Obama hat Norman Eisen zum
amerikanischen Botschafter in der Tschechischen Republik
ernannt. Die Ernennung erfolgte ohne Zustimmung des Senats. Der
Presseagentur AP zufolge nutzte Obama am Mittwoch die Situation,
in der der US-Kongress in seiner bisherigen Zusammensetzung
seine Arbeit beendet hat und der neue Kongress erst Anfang
Januar zusammenkommen wird…
Požehnaný jsi, Hospodine:
Ein
tschechisch-hebräischer Sidur – neu aufgelegt!
Der Sidur, das jüdische Gebetsbuch, war immer öffentlicher
Ausdruck der historischen jüdischen Erfahrung, aber auch ein
privates Bekenntnis zu vielen geistigen Werten und Konzepten.
Deswegen gewährt uns jeder Sidur – zur gegebenen Zeit und am
gegebenen Ort – einen Einblick in die jüdische Seele und ihr
Potential. Jede Liturgie stellt etwas Ewiges, Verlässliches und
Beständiges dar, gleichzeitig bemüht sie sich um Integration
zeitgemäßer Empfindsamkeit und der aktuellen Einstellungen. So
ist es auch im Falle dieses progressiven Sidurs…
Schirmherr der Sudetendeutschen:
Bayerns Ministerpräsident in Prag
Premier Petr Nečas und der bayerische
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) haben sich am Montag in
Prag auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen
Tschechien und Bayern geeinigt. Es soll vor allem die
Kooperation in den Bereichen Verkehr, Handel und in der
Energiewirtschaft vertieft werden, hieß es. Es handelt sich um
den historisch ersten Besuch eines bayerischen Regierungschefs
in der Tschechischen Republik…
Tschechien:
Kritik am Penistest für schwule Asylbewerber
Die EU-Kommission hat die Penis-Kontrollen bei schwulen
Asylbewerbern in Tschechien heftig kritisiert. Diese „phallometrischen Tests“
seien erniedrigend und stünden nicht in Übereinstimmung mit den Menschenrechten…
Chauvinismus, Rassismus und ungehemmter Antisemitismus:
Ungarn im
Umbruch
Der 1929 in Ungarn geborene Paul Lendvai ist vielleicht der
österreichische Journalist, der die unmittelbare Nachbarschaft
Österreichs im Osten und Süd-Osten am besten kennt. Bereits in
den frühen 70er Jahren hat er das Buch „Antisemitismus ohne
Juden“ verfasst, in dem er den von oben kommenden Antisemitismus
in den Ländern des "realen Sozialismus“ beschrieb, womit er sich
in der Region nicht nur Freunde machte...
I fear an imminent radical provincialization:
Afraid of Hungary?
According to a report by the Vienna daily “Kurier,” a
presentation at the Austrian embassy in Berlin of a new book by
the well-known writer and journalist Paul Lendvai was canceled–
because, Ambassador Ralph Scheide said, the book My Squandered
Country – Hungary Transformed, might provoke a critical response
from the Hungarian government and thus harm Hungarian-Austrian
relations…
Neue Biografie:
"Für
die Tschechen ein schwieriger Autor"
Über den Schriftsteller Franz Kafka hat die internationale
Literaturwissenschaft schon viel geschrieben – in Tschechien
hingegen, Kafkas Heimat, tut man sich bis heute schwer mit
diesem Autor…
Hitler-, Himmler- und Heydrich-Puppen:
In
Prag werden NS-Puppen verkauft
Auf den ersten Blick sehen die Puppen aus wie Ken, der männliche
Gefährte von Barbie. Die Figuren aber, die man in einigen
tschechischen Geschäften für Modellwaren kaufen kann, tragen die
Züge von führenden Nazis, wie Adolf Hitler oder Joseph Goebbels.
Sammlerstücke oder Propagandamaterial? Diese Frage wird derzeit
in Tschechien diskutiert…
Ungarn:
Auf
dem Weg zur völkischen Gemeinschaft
Die drei Forderungen der französischen Revolution, Liberté,
Egalité, Fraternité wurden zwar nicht verwirklicht, begeistern
aber Generationen von Demokraten. Das Vichy-Regime ließ diese
durch „Travail, Famille, Patrie“ (Arbeit, Familie, Heimat)
ersetzen. Die in Ungarn regierende Fidesz Partei trat mit
„Arbeit, Heim, Familie“ („Munka, Otthon, Család) zur Wahl an…
Ungarn:
Kritischem Journalismus droht die Peitsche
Der österreichische Journalist Karl Pfeifer berichtet über
aktuelle Fälle von Mißachtung der Pressefreiheit in Ungarn und
über die mangelnden Reaktionen auch von deutschen
Organisationen…
"Es gibt jetzt einen stärkeren Antisemitismus denn je":
Die
jüdisch-ungarische Philosophin Ágnes Heller im Gespräch
In Ungarn ist ein antisemitischer Diskurs möglich, der in
Westeuropa unmöglich ist. Einige Leute haben mit offen
antisemitischen Aussagen nach der Wende angefangen, und als sie
sahen, dass es dagegen aus der ungarischen Gesellschaft fast
keinen Widerstand gibt, haben sie sich bestätigt gefühlt und
weitergemacht. Ich behaupte, dass nur eine Minderheit der Ungarn
antisemitisch eingestellt ist, aber sich gegen diesen immer
stärker werdenden Antisemitismus zu stellen, das haben wieder
nur wenige getan, die meisten sind gewohnt wegzuschauen und den
Mund zu halten... |
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RUMÄNIEN / BALKAN
/ GRIECHENLAND /
TÜRKEI |
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Weitere Details zur Verhandlung:
Untersuchungshaft
gegen Dogan Akhanli aufgehoben
Dass Dogan Akhanli frei ist, hat sich am Mittwoch
Abend wie ein Lauffeuer verbreitet. Die 11. Strafkammer hat die
Untersuchungshaft gegen Dogan aufgehoben. Er unterliegt keinerlei
aufenthaltsrechtlichen Beschränkungen, kann also das Land nach Belieben
verlassen und auch wieder einreisen. Eine Fortsetzung der Verhandlung ist auf
den 9. März 2011 terminiert...
Chanukkawunder in Istanbul:
Doğan
Akhanlı ist frei!
Der deutsch-türkische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist
Dogan Akhanli ist soeben aus der Untersuchungshaft freigelassen worden. Dies hat
ein Gericht in Istanbul soeben entschieden. Der seit knapp 20 Jahren in Köln
lebende Autor – er engagiert sich seit vielen Jahren gegen Antisemitismus und
für eine Aufarbeitung des türkischen Völkermordes an den Armeniern – war am 10.
August bei seiner Ankunft in Istanbul inhaftiert worden…
Eine Kurzgeschichte von Dogan Akhanli:
Sibirien
Im Hochsicherheitsgefängnis hat Dogan Akhanli eine mit „Sibirien“ betitelte
Kurzgeschichte verfasst, die sein Anwalt deutschen Freunden übergeben hat…
Pressekonferenz Günter Wallraffs in Istanbul:
Zur
Inhaftierung Dogan Akhanlis
Am 8.12.2010 ab 13.30 Uhr findet in Istanbul der erste Prozesstag gegen den zu
Unrecht in Haft gehaltenen türkischen Schriftsteller mit deutschem Pass, Dogan
Akhanli, statt. Die Kritik an dieser Willkürmaßnahme gegen den Menschenrechtler
Dogan Akhanli hat an Schärfe zugenommen. Koordiniert von recherche international
e.V wird eine aus 21 Teilnehmern bestehende Internationale Delegation – unter
Federführung des renommierten Journalisten Günter Wallraff – den Istanbuler
Prozess gegen Dogan Akhanli beobachten…
22 Landtagsabgeordnete aus NRW:
Tiefe
Besorgnis über Dogan Akhanlis Inhaftierung
Heute beginnt in Istanbul der Prozess gegen den in Köln lebenden türkischen
Schriftsteller und Menschenrechtler mit deutschem Pass, Dogan Akhanli. Am
Vorabend der Prozesseröffnung haben zahlreiche nordrheinwestfälische
Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, der SPD sowie der Linken einen gemeinsamen
Aufruf zur Solidarität mit Dogan Akhanli veröffentlicht, hierunter auch der
Kölner Landtagsabgeordnete Arndt Klocke und zahlreiche weitere Abgeordnete aus
Köln...
6. Dezember, von 12-14 Uhr:
Mahnwache für Doğan Akhanlı
Wir protestieren dagegen, dass der Kölner Doğan Akhanlı schon
fast vier Monate willkürlich in türkischer Haft gehalten wird und am
kommenden Mittwoch, den 8. Dezember 2010, in Istanbul vor Gericht erscheinen
muss. Aus politischen Gründen fordert der Staatsanwalt eine lebenslange
Haftstrafe… |
Doğan Akhanlı:
Rote Ampeln, Autofahrer und "barış"
Verfasst hat Doğan Akhanlı diese Erzählung im März 2000. Sie handelt, gespeist
von seinen biographischen Erfahrungen als ehemaliges Folteropfer der türkischen
Justiz, von einer Freundschaft, wie auch von existentiellen Erfahrungen...
"Der Armenier ist wie der Jude, außerhalb seiner Heimat ein
Parasit":
Zum Genozid an der armenischen Bevölkerung des Osmanischen
Reiches
Bis zum 19. Jahrhundert bildeten die ArmenierInnen im
multiethnischen Osmanischen Reich ein Millet unter vielen. Die
ArmenierInnen stellten so nach dem traditionellem islamischem
Recht der Dhimma zwar Untertanen zweiter Klasse dar, waren wie
die anderen Dhimmis keinen besonderen Verfolgungen ausgesetzt.
Dies änderte sich jedoch unter dem Eindruck der Modernisierung
und des aufkommenden Nationalismus im 19. Jahrhundert...
CHANUKAH 5771 / 2010 / 1432
Am Mittwochabend haben wir alle acht Lichter gezündet.
Radio Or / mp3: Die Griechen sind unsere
Freunde..., naja, die Türken auch. Genauso wie die Ägypter und die Jordanier.
Die Palästinenser sowieso, was bleibt ihnen anderes übrig. Ob sie uns wirklich
mögen? Ob sie uns wirklich hassen? Kafrisin, Russia, Espana... Sogar die
Deutschen...
...und überhaupt, es müsste sich
doch die epikurische "Freude an der Lust" mit
der kabbalistischen "Sinnfindung im Genuß" bestens ergänzen?
Or Jisrael tamid jisrach!
Das Licht Israels wird immer leuchten!
Chanukah sameach - und leuchtend!
Chanukah
im White House
Manolis und Jehudah:
Griechisch-Israelisches zu Chanukah
Mit dem Chanukah-Lied “THE MEMORY OF THE CYCLES“…
Feminismus in der 3. Welt:
Ein Klumpen Schaf-Fett
"Den westlichen Frauen ist die Fähigkeit zur Empathie mit ihren Schwestern im Islam abhanden-gekommen"...
Nicht nur Neve Salom:
Mein Istanbul
Ich war erst acht Jahre alt, da wurde ich eingepackt und auf die
größte unter den vor Istanbul liegenden Inseln gebracht. Auf
dieses Ereignis ist es wohl zurückzuführen, dass der
Pferdeäpfelgestank, der bei manchen so etwas auslöst wie
Seekrankheit, auf mich eine ähnliche Wirkung hat wie Madeleines’
auf Marcel Proust…
Eine wilde Fahrt durch die Zeit:
Die
Richter des Jüngsten Gerichts
Der Roman Dogan Akhanlis treibt den Leser
durch die Geschichte der Türkei. Er reißt ihn, er packt ihn am
Arm und zerrt ihn durch die Jahrzehnte, von dorthin nach dahin,
gleich zu Beginn in unwegsame Gegenden, in denen die glorreiche
türkische Armee 100.000 Soldaten in einer einzigen Schlacht
verloren hat; das war zu Anfang des ersten Weltkrieges, als das
zaristische Russland den osmanischen Bündnispartner des
deutschen Kaisers bluten ließ…
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Zum 90. Geburtstag von Paul Celan
(geb. am 23. November 1920 in Czernowitz, gest. vermutlich am 20. April 1970 in
Paris)
Ich hörte sagen:
Paul
Celan liest Gedichte und Prosa
Paul Celan, 1920 als Paul Ancel in Czernowitz geboren, verkörpert wie kein
anderer die Poesie nach Auschwitz. Davon dass es im Werk Celans weit mehr zu
entdecken gibt als nur die berühmte "Todesfuge", die 1952 im Gedichtband "Mohn
und Gedächtnis" veröffentlicht wurde, kann man sich nun mit einem neuen Hörbuch
überzeugen...
Jenseits der "Todesfuge":
Versteckte
zionistische Spuren im Werk Paul Celans
Als Paul Celan 1969 nach Israel reiste, ein Jahr vor seinem Selbstmord in Paris,
wusste er, dass er einer letzten Hoffnung seines Lebens folgte: im Lande Israels
eine neue Heimat zu finden. Seit seiner Jugend in Czernowitz, in der
vielgerühmten Bukowina mit ihren mehrsprachigen Kulturen, hatte er sich immer
wieder mit den Gedanken des Zionismus und des Kulturzionismus
auseinandergesetzt, ohne zu einer eindeutigen Position zu gelangen...
Paul Celan & Ilana Shmueli:
Briefwechsel
Jerusalem und die Frau, die ihm Jerusalem zeigt, scheinen noch
einmal ein Anker der Hoffnung, eine Rettung aus Vereinzelung und Verzweiflung.
Und doch muß Celan, nach Paris zurückgekehrt, erkennen, "daß die Kräfte, die ich
in Jerusalem hatte, geschwunden sind"... |
Zentralrat der Roma und Sinti:
Verzicht auf Abschiebungen in das Kosovo gefordert
Der Zentralrat der Roma und Sinti in Deutschland hat vor der
Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag und
Dienstag nach Bulgarien und Rumänien einen Verzicht auf
Roma-Abschiebungen aus Deutschland in das Kosovo verlangt…
Belgrad:
Tausende
Rechtsextremisten demonstrierten gegen ‘Love Parade’
Rund 20.000 Menschen haben am Samstag in der serbischen
Hauptstadt Belgrad gegen Homosexuelle demonstriert. Der Wiener
„Standard“ schrieb dazu:“Die Menge zog durch die Innenstadt, um
in letzter Minute ein Verbot der für Sonntag geplanten ersten
Parade von Schwulen und Lesben durchzusetzen. Die Demonstranten,
vor allem junge Männer, schwenkten serbische Fahnen und trugen
Ikonen...
Prager Skizzen:
Alarm
an der Kleinseite
Tschechien sei keiner direkten Gefahr eines terroristischen
Anschlages ausgesetzt. Die von den USA kürzlich für Europa
herausgegebene Sicherheitswarnung sei „sehr allgemein gehalten“…
Kämpfer für Völkerverständigung, Menschenrechte und gegen
Antisemitismus:
Freiheit für Doğan Akhanlı
Uns ist bekannt geworden, dass der türkische, seit 19 Jahren in
Köln lebende Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Doğan
Akhanlı am 10. August in Istanbul verhaftet und in das Gefängnis
in Tekirdag verbracht worden ist. Als der Freiheit des Wortes
verpflichtetes Internetmagazin können wir zu diesen
willkürlichen Vorgängen nicht schweigen und protestieren
entschieden gegen die Verhaftung dieser international
angesehenen Persönlichkeit. Es handelt sich hier weder um eine
innertürkische, noch eine rein juristische Angelegenheit.
Angeklagt wird ein mutiger Schriftsteller, angegriffen wird aber
auch die Glaubwürdigkeit der türkischen Justiz und universeller
Werte…
Doğan Akhanlı:
Die Fremde und eine Reise im Herbst
Wenn ich gefragt werde, sage ich, dass ich im Herbst
zurückkehren würde; wenn der Herbst sich nähert, verschiebe ich
die Rückkehr auf einen anderen Herbst. Denn ich habe nicht die
Kraft, mich dieser beängstigenden Möglichkeit zu stellen. Es ist
nicht die Angst, wieder gequält und verhört zu werden. Die
Gründe, die es erforderlich machen wurden, mich zu quälen und zu
verhören, liegen lange zurück. Meine eigentliche Angst liegt
darin, dass ich in das Land meiner Geburt zurückkehre und die
Natter, die in meinem Herzen darauf wartet, ihr Haupt
aufzurichten, nicht vertreiben, das Gefühl der “Fremde” in mir
nicht endgültig überwinden kann, nicht weiß, wer mich aus der
Fremde in die Heimat, wer mich heim begleiten könnte...
Gefangen in der Gewalt:
Eine Flaschenpost um Doğan Akhanlı
Vielleicht fängt alles damit an, dass er eine Zeitung kauft, als
er ungefähr 18 ist. Das muss also 1975 sein. Ein Schüler, eher
naiv, kaum politisiert, sagt er. Die Zeitung, eine linke, sei
noch nicht mal verboten gewesen. Unruhige Zeiten, er wird
verhaftet, verbringt drei Monate in Untersuchungshaft, „und als
ich ‘rauskam, war ich Kommunist“, sagt er…
Turkey:
Writer and activist Doğan Akhanlı arrested
In a time of fierce battle between political parties and in an
increasingly politicized atmosphere, we received the news that
the widely acclaimed and awarded author and activist Doğan
Akhanlı was arrested in Istanbul…
Türkei:
Schriftsteller
und Menschenrechtler Dogan Akhanli zu Unrecht in Haft
Am 10.8.2010 wurde der in der Türkei bekannte Schriftsteller Dogan Akhanli,
deutscher Staatsbürger seit 2001, am Flughafen in Istanbul verhaftet und in
die Haftanstalt Metris verbracht. Seit dem 20.8.2010 wird er in einer
Haftanstalt in Tekirdag festgehalten. Akhanli ist zum ersten Mal seit seiner
Flucht 1991 in die Türkei gekommen. Er wollte seinen kranken Vater besuchen… |
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USA /
AMERIKA |
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Zum 150. Geburtstag:
Henrietta Szold (1860-1945)
Nach einem physischen Zusammenbruch, ausgelöst durch den beständigen Druck
von zu viel Arbeit und eine unglückliche romantische Liaison, reiste Henrietta
mit ihrer Mutter durch Europa und Palästina. Dieser Besuch von 1909 im heiligen
Land beeindruckte sie nachhaltig. Nach ihrer Rückkehr war sie überzeugt, gegen
das Elend und die Armut der jüdischen Bevölkerung in Palästina aktiv werden zu
müssen und wurde 1910 Sekretärin der Vereinigung der Amerikanischen Zionisten...
Geo-Engineering und soziales Gewissen:
Natur, Wissenschaft und sozioökonomische Beziehungen
"Es bedarf eines neuen Blickes auf uns selbst. Wir müssen lernen,
uns die Welt neu vorzustellen und zu schaffen."...
Zum 35. Todestag von Hannah Arendt
Hannah Arendt:
Mensch,
Bürger, Jude
Von den 1940er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 1975
gab es keine politische Debatte in den Vereinigten Staaten, an der Arendt nicht
teilnahm. Dabei schaffte sie es, sich sowohl von Freunden wie von Feinden zu
distanzieren. Auf der anderen Seite nahm sie Leid auf sich, um ihre jüdische
Identität zu bewahren...
Hannah Arendt und Martin Heidegger:
Diese Liebe
geht uns nichts an
Die Studentin und ihr Professor: Antonia Grunenberg
beschreibt die philosophische Affäre des Jahrhunderts...
Minderheitengeschmack:
"Hannah Arendt wird
in Israel gehasst"
Kein Denker polarisiert in Israel so stark wie Hannah Arendt. Denn ihre Kritik
des Zionismus rührt an die Mythologien des israelischen Staates. Doch mit dem
Verblassen des Zionismus wächst das Interesse an Arendt, so Idith Zertal...
Hannah Arendts Essays für
den "Aufbau":
"Vor Antisemitismus
ist man nur noch auf dem Monde sicher"
Die "Aufbau"-Texte zeigen zunächst sehr
deutlich die Maxime von Hannah Arendts Leben: Handeln, politisches Handeln.
Schon zu ihrer Studentenzeit war das Phänomen der Assimilation, der jüdische
Parvenü ein Thema. Die Einstellung ihrer Mutter im Umgang mit dem Antisemitismus
war prägend: "Man darf sich nicht ducken! Man muss sich wehren!"... |
Ex-CIA-Chef:
Cyberkrieg braucht klare Regeln
Die USA sollen mit anderen Nationen zusammenarbeiten, um
international gültige Regeln für den Cyberkrieg zu schaffen. Das
hat der ehemalige CIA-Chef Michael Hayden im Rahmen der
Sicherheitskonferenz Black Hat gefordert. Denn während in der
realen Welt das Genfer Protokoll bestimmte verheerende Waffen
verbietet, gibt es für Gefechte im Cyberspace bislang keine
klaren Spielregeln…
Eine wahre Geschichte:
Der Tag, an
dem meine Tochter verrückt wurde
Michael Greenberg ist Schriftsteller und führt ein mehr oder
weniger geordnetes Leben in New York. Doch dann wird seine
Tochter krank – und die Welt um ihn gerät ins Wanken. Der
eindrucksvoll erzählte Bericht eines Vaters, der um sein Kind
kämpft. Ein heißer Tag in Manhattan. Michael Greenberg sieht ein
Polizeiauto vor seinem Wohnhaus...
New York:
Stellt mir
eine Frage
Ein Männer-Debattierklub in Brownsville. Archie Feinstein,
Meyer Woolf und Izzy werfen sich gut gemeinte Boshaftigkeiten an
den Kopf. Spielerisch leicht und herrlich selbstironisch…
Eindeutige Ansage:
Fidel
Castro und Israel
Vor ein paar Tagen publizierte Jeffrey Goldberg
im amerikanischen Magazin The Atlantic einen interessanten
Bericht über ein langes Gespräch, das er und eine Kollegin mit
der Ikone der antiglobalistischen Linken, mit Fidel Castro
führte…
In der Nacht zum vergangen Freitag (03.09.) ist
Rabbiner Leo Trepp
im Alter von 97 Jahren in den USA verstorben.
Leo Trepp wurde 1935 ordiniert, musste 1938 aus Nazideutschland fliehen
und machte in Kalifornien Karriere als Professor für jüdische Theologie und
Philosophie. In Deutschland engagierte er sich seit Jahrzehnten für das
jüdische Leben. Die Beerdigung fand in den USA statt.
Jehi sichro baruch |
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