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Jüdische Nachrichten:
Aus Europa und der Welt
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März - Juni 2011...

ALLGEMEIN / VERSCHIEDENES
Stationen eines politischen Lebens:
Mein 20. Jahrhundert
Zum 80. Geburtstag des Historikers und Publizisten Walter Laqueur (geb. am 26. Mai 1921 in Breslau)…

An alle jüdischen Singles zwischen 38 bis 58:
64. Euro-Meeting für jüdische Singles
Das letzte Mal war ein Riesen-Erfolg! Dieses Jahr wird noch besser! Unsere beliebte und schon zur Tradition gewordene Sommer-Ferienwoche findet wieder in Leukerbad statt...

Europäisches Judentum:
Neben Israel und USA unverzichtbar
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, wurde zum Vizepräsidenten des European Jewish Congress (EJC) gewählt…

Strenge und Toleranz:
Forscher ermitteln in 33 Ländern

Ein internationales Forscherteam hat untersucht, warum manche Gesellschaften toleranter sind als andere. “Beispielsweise ist das Essen im Freien oder das Lachen im Freien in vielen Kulturen tabuisiert”, sagt Manfred Schmitt, Professor für Persönlichkeits-psychologie an der Universität Koblenz-Landau, in einem pressetext-Gespräch. Das toleranteste der 33 untersuchten Länder ist die Ukraine. Das strengste Land ist Pakistan…

Libyen:
EU eröffnet Vertretung in Bengasi
Die Europäische Union stärkt ihre Beziehungen zur libyschen Opposition mit einem eigenen Büro in deren Hochburg Bengasi…

Wie kann es gewesen sein - und wie nicht?
Der Prozess Jesu aus Sicht des Jüdischen Rechts
Der Artikel führt in die Frage ein, wie die Ereignisse nach damaligem Jüdischen und Römischen Recht hätten ablaufen müssen bzw. wie sie nicht abgelaufen sein können...

Die altbewährte Mär vom "Gottesmord":
Hostienfrevel

Obwohl auch in Erzählungen über Hostienfrevel die Juden nicht allein vertreten waren, so waren es dennoch vor allem die Juden, die als "Gottesmörder" in ihrer altbewährten Rolle weiterwirkten...

Testballon der Weltmusik:
Masimbabele – The Unknown Cases

Die Zusammenarbeit von Reebop Kwaku Baa – dem legendären inzwischen verstorbenen Percussionisten der Ginger Baker Airforce, mit Helmut Zerlett und Stefan Krachten brachte einen Titel hervor, an den zu erinnern sich ab und an lohnt…

ÖSTERREICH / SCHWEIZ
Kundgebung in Wien, 20.6.:
Keine Reisefreiheit für Abbasi, den Vater der iranischen Bombe
Fereydoun Abbasi-Davani wurde im Februar dieses Jahres von Ahmadinejad zum neuen Chef des iranischen Atomprogramms und zu einem seiner Stellvertreter als Präsident ernannt. Vom 20. bis 24. Juni soll er an der IAEO-Konferenz über nukleare Sicherheit in Wien teilnehmen…

Theodor Herzl:
Philosophische Erzählungen
Neben Theaterstücken verfasste Herzl zahlreiche kurze Erzählungen. Unter dem Titel "Philosophische Erzählungen" erschien eine Sammlung im Jahr 1900, die jetzt von Carsten Schmidt neu herausgegeben wurde...

Von Wien nach New York:
Die Psychoanalytikerin Else Pappenheim
Die vor 100 Jahren – am 22. Mai 1911 in Salzburg – geborene Psychoanalytikerin und Psychiaterin Else Pappenheim gehört zu den Vergessenen der von Freud geprägten Wiener Aufbruchbewegung. 1938 hatte sie wegen des ihr zugeschriebenen Judentums vor den Nazis in die USA fliehen müssen...

Verleihung am 18. Juni 2011:
Hohenemser Literaturpreis
Im Rahmen eines literarischen Wochenendes verleiht die österreichische Stadt zum zweiten Mal den “Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache”…

Stop the Bomb:
Keine Bühne für das iranische Regime!
Kundgebung in Wien gegen den iranischen Vorsitz beim OPEC-Treffen, am Mittwoch, 8. Juni 2011...

Party-Tipp Zürich:
Pre-Yom Haatzmaut
Nach dem gregorianischen Kalender feiert Israel den Tag der Unabhängigkeit dieses Jahr am 11. Mai 2011, und somit wird am Donnerstag, 5. Mai eine Pre - Jom haAtzma'ut Party im Club Hiltl stattfinden mit dem Gastland Israel. Zusammen mit Sababa Events steht dieser Abend ganz im Zeichen des Landes im Nahen Osten, mit entsprechender Musik sowie Speis und Trank..

Widerlicher Neo-Nazi-Anschluss an eine demokratische Kundgebung geplant:
Braunau am Inn und die "Braunen"
Nach vielen Jahrzehnten deutlicher Distanzierung gehen Stadt und Bürger Braunaus neuerdings recht zwiespältig, genau genommen: peinlich und unverzeihlich mit dieser Wahrheit um. Neo-Nazis wittern Morgenluft und planen, die traditionelle demokratische Anti-Hitler-Kundgebung am 16. April 2011 zu unterwandern...

Philosemitismus bei den Kindern der Täter?
Eine Erwiderung von Anna Mitgutsch
Margit Reiter spekuliert über Gründe, sich mit Judentum zu beschäftigen. Sie sammelt eine Reihe unrecherchierter "Fakten" und Mutmaßungen über mich, die in ihrem verächtlichen Ton und im Zusammenhang des Aufsatzes so denunziatorisch und tendenziös wirken, daß man sie in der Boulevardpresse eher erwarten würde als in der Festschrift für einen namhaften Wissenschaftler...

Auch als DVD erhältlich:
Film über Karl Pfeifer in den USA
Mit der Untertitelung des Films "Zwischen Allen Stühlen – Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer" konnte der Film über diesen unermüdlichen Kämpfer gegen Antisemitismus und Faschismus nun auch in den USA laufen…

Marwan Abado:
Oud in Wien
Marwan Abado wurde als Sohn einer christlich-palästinensischen Familie in einem Flüchtlingslager in Beirut (Libanon) geboren. 1985 flüchtet Abado aus dem Bürgerkriegsgebiet nach Österreich und setzt hier seine musikalische Ausbildung beim irakischen Oud-Meister Asim Chalabi fort…

Exil und Identität:
Das Austrian Institute in New York
Die 1911 in Wien geborene Carola ließ die Frage nach der eigenen Identität nicht mehr los. Sie stammte aus einem gemischt jüdisch-katholischen Elternhaus. Ihr Vater, der sich als Jude Titos Untergrundarmee angeschlossen hatte, wurde in Dachau ermordet, Carola selbst überlebte Ravensbrück und wanderte 1956 nach Umwegen in die USA aus. In New York arbeitete sie an einem renommierten Verlagshaus – und traf sich regelmäßig am New Yorker Austrian Institute. An die Geschichte dieses 1942 gegründeten Wiener Emigrantenclubs erinnert Brigitta Boveland in einer lesenswerten biographischen Studie…

Ein dunkles Kapitel österreichischer Geschichte:
Söldner für den Anschluss
Aufgrund von bisher unveröffentlichten, sensationellen Quellen hat der Historiker Hans Schafranek eine Geschichte der "Österreichischen Legion 1933-1938" publiziert…

KPÖ:
Das Feindbild "Zionismus"
Die KPÖ ist die drittälteste kommunistische Partei der Welt. 1918 gegründet, dümpelte sie in den 20er Jahren im Schatten der austromarxistischen SPÖ vor sich hin, entwickelte sich aber nach der Niederlage der Sozialisten gegen die Austrofaschisten 1934 und der Kapitulation der Sozialdemokratie vor dem Nationalsozialismus zu einer Massenpartei…
FRANKREICH / BENELUX / GROSSBRITANNIEN / SKANDINAVIEN

Strauss-Kahn:
US-französischer Medienkrieg
Zwischen den Medien der USA und Frankreich ist ein heftiger Streit entbrannt. In Frankreichs ist man schockiert über die Form, wie die US-Justiz den Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn behandelt, dem man die Vergewaltigung einer Hotelbediensteten vorwirft…

Lars von Trier:

Hitler verstehen?

Der dänische Regisseur Lars von Trier hat auf der Pressekonferenz zu Vorstellung seines Films Melancholia bei den Filmfestspielen in Cannes gesagt, er sei ein Nazi...

Presse:
Frankreich will nichts von Minderheiten wissen
Für “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” treten die Franzosen vorgeblich seit der Revolution ein. Dabei nehmen sie es mit den eigenen Grundwerten offenbar selbst häufig nicht so genau. In Sachen Pressefreiheit gibt Frankreich kein gutes Beispiel ab…

Esther Benbassa:
Jude sein nach Gaza

Trotzt aller Kritik, der Band kann durchaus interessante Impulse für die innerjüdische Debatte geben und hält in jedem Fall genug Stoff zur Diskussion bereit. Aufmerksames Lesen und Hinterfragen ist jedoch Voraussetzung. Es bleibt zu hoffen, dass der Band nicht nur den üblichen Bekannten auf der anti-israelischen Seite von Nutzen ist...

Frankreich:
Die Rechtsextremen nach den Stichwahlen für die Bezirksparlamente
Ausgerechnet Carpentras. Die 30.000 Einwohner zählende Stadt in der Provence, bei Avignon, wählte am Sonntag einen Kandidaten des rechtsextremen Front National (FN) zu ihrem Vertreter im Bezirksparlament des Départements Vaucluse. Patrick Bassot, ihr Bewerber im Wahlkreis von Carpentras, erhielt knapp 54 Prozent der Stimmen...

"Nicolas Sarkozy als chef de guerre":
Frankreich will die Führung
Vor allem Frankreich hat den internationalen Militäreinsatz in Libyen forciert. Einerseits ist Sarkozys Versuch, sich zu profilieren, offensichtlich, andererseits hat auch die linke Opposition die harte Linie gegenüber Gaddafi im Grundsatz begrüßt…

Frankreich:
Extreme Rechte in der Offensive
Der Front National punktet bei den französischen Bezirksparlamentswahlen; und liegt nur noch rund zwei Prozentpunkte hinter der konservativ-wirtschaftsliberalen Regierungspartei UMP. Letztere weigert sich, in Stichwahlen zwischen Sozialdemokratie und Rechtsdemokraten zu einer Wahlentscheidung aufzurufen. Unterdessen konnte die französische extreme Rechte in den letzten Wochen von ein paar neuen Tabubrüchen profitieren – und buhlt um Juden, um frühere Linke, um Gewerkschafter…

Jahrestag des 11. März:
EU-Kommission erinnert an Terroropfer

Zum siebten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. März auf Pendlerzüge in Madrid hat die Europäische Kommission aller Opfer von Anschlägen in Europa und anderen Teilen der Welt gedacht…

Frankreich:
Rechtsaußen in der Offensive
Marine Le Pen landet, als Präsidentschafts-kandidatin im kommenden Jahr, in jüngsten Umfragen bei 23 % respektive 24 % Stimm-Absichten. Unterdessen ist ein prominentes Exempel für eine Wanderung von Links nach Rechtsaußen zu verzeichnen: Ein CGT-Gewerkschafter, der ferner auch noch aus der radikalen Linken kommt (und ihr noch vor nicht allzu langer Zeit angehörte), kandidiert in Ostfrankreich für den Front National...

Europas Rechtsextreme zur arabischen Revolte:
Feigheit vor dem Freund
Während französische Rechtsextremisten den Autokraten Nordafrikas nachtrauern, sieht die NPD die arabische Revolte als Beginn des Aufstands gegen die "Globalisierer". Einig ist man sich in der Ablehnung der Migration…

Die rechtsextreme Parteichefin Marine Le Pen hat ihre Spitzenposition für die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich in einer weiteren Umfrage behauptet. Laut einer am Montagabend veröffentlichten Befragung würde die Vorsitzende der Front National gegen den derzeit beliebtesten Sozialisten Dominique Strauss-Kahn vorne liegen. Amtsinhaber Nicolas Sarkozy käme nur auf Platz drei und damit nicht in die Stichwahl.


Frankreich:
Marine Le Pen sahnt ab
…und steht erstmals bei 20 % Wahlabsichten in den Vorwahlumfragen. Unterdessen setzt Nicolas Sarkozy auf die glorreiche Idee, eine "Islamdebatte" (mal wieder!) zu initiieren. Brandgefährlich !…

Skandal um Galliano:
Paradiesvogel unter Verdacht
Das Quartier Marais ist, wenn man so will, ein Viertel, in dem besondere Menschen und menschliche Sonderlinge zu finden sind. Zum Beispiel Juden, Schwule und Lesben. Menschen wie du und ich, die auch in Paris der einen oder anderen Minderheit ingehören…

ITALIEN / SPANIEN / PORTUGAL / MALTA
Karl Pfeifer in Meran:
Gegen-das-Vergessen
Ein kurzer Beitrag im Österreichischen Fernsehen (Südtirol heute)...
POLEN / BALTIKUM / RUSSLAND / GUS
Antisemitismus in Osteuropa :
Regressive Rebellion gegen Liberalismus und Sozialismus
Was diesen Sammelband so wichtig macht, ist nicht allein die mühevolle Sammlung von politikwissenschaftlichen Analysen zu bislang nicht sehr häufig erzählten verschiedenen Geschichten des Antisemitismus, es ist die Analyse-Methoden selbst. Samuel Salzborn und seine Mitstreiter haben ihren Blick psychologisch und kulturwissenschaftlich geschult. Sie haben damit die Schallgrenze einer lediglich am Marxismus orientierten Denkbahn verlassen und sind doch nicht bei der versimplifizierenden Extremismus-Analyse gelandet. Erst so entsteht ein klares Bild vom vollen Umfang der antisemitischen Traditionen und Gefahren in Osteuropa heute...
TSCHECHIEN / SLOWAKEI / UNGARN

Ungarn:
Systematische Inhaftierung von Asylsuchenden –auch Minderjährigen
„No refugees in orbit“ war ein zentraler Anspruch der sogenannten Dublin II-Verordnung,die die Zuständigkeit in Asylverfahren regelt...

Freie Rede:
Regime hebeln offenes Internet aus

Zwar leistet das weltweite Netzwerk in seiner offenen Natur zweifelsfrei einen bedeutenden Beitrag zur Durchsetzung der freien Rede. Gerade Regime in totalitären Systemen verstehen es jedoch nur allzu gut, das Internet und seine Nutzer daran zu hindern, die Möglichkeiten für mehr Medienfreiheit vollumfänglich auszuschöpfen…

"Zigeuner- und Judenfrage":
Die ungarische Seele und die "echten Ungarn"
Auf einer deutschsprachigen Website, die sich zum Ziel gesetzt hat, gegen ungerechte Angriffe gegen Ungarn – d.h. gegen Kritik an der völkischen Politik der gegenwärtigen ungarischen Regierung – zu argumentieren, kann man alle möglichen Argumente finden, mit denen Rassismus gegen Roma gerechtfertigt wird…

Prag:
Mit Olivenzweigen und Gesang gegen Antisemitismus
Vor den neuen Formen von Antisemitismus und Rassismus zu warnen – das war das Ziel des so genannten „Marsches des guten Willens“, der am Palmsonntag aus der ehemaligen Prager jüdischen Stadt in den Wallenstein-Garten auf der Kleinseite führte. Dort wurde der Marsch mit einer Kundgebung beendet…

Prag:
ČSA stellt Flüge nach Damaskus und Kairo ein
Die tschechische Fluggesellschaft ČSA beabsichtigt ab Mitte Mai die Flüge nach Damaskus und nach Kairo einzustellen. Der Grund sei die stark sinkende Nachfrage, teilte die ČSA-Sprecherin Hejsková mit…

Ungarn:
"Wir fackeln Eure Häuser ab"
Eine rechtsextreme Bürgerwehr belagerte zwei Wochen lang ein ungarisches Dorf, um die »Zigeunerkriminalität« zu bekämpfen. Sie »bewachten« die Häuser der im Ort lebenden Roma und stilisierten sich zur Ordnungsmacht. Die Polizei griff nicht ein…

Eine unzweideutige Botschaft:
Ein nützlicher "Hofjude"
Der gegenwärtigen Fidesz Regierung gelang es, den früher guten Ruf Ungarns zu beflecken. Laut ihrer innerungarischen Propaganda ist das nur den liberalen und linken Medien zu verdanken…

Ein augenzwinkernder Kafka:
Die "Briefe an Ottla" werden doch nicht versteigert
Der Briefwechsel von Franz Kafka (1883-1924) mit seiner Lieblingsschwester Ottilie („Ottla“) kommt nun doch nicht unter den Hammer, wie die dpa meldet. Stattdessen erwerben das Deutsche Literaturarchiv Marbach und die Bodleian Library in Oxford die 111 Briefe und Postkarten gemeinsam. Eine entsprechende Einigung konnte am Montag noch vor der geplanten Versteigerung am 19. April erzielt werden. Schon von Ende Mai an sollen die Dokumente in einer Ausstellung in Marbach und später in Oxford zu sehen sein...

Panenské Břežany:
Heider Heydrich wird sich nicht an der Restaurierung des Schlosses beteiligen
Heider Heydrich, der Sohn des früheren stellvertretenden Reichprotektors von Böhmen und Mähren, hat erneut dementiert, sich an der Restaurierung des Schlosses Panenské Břežany / Jungfernbreschan beteiligen zu wollen. Der 76-jährige Heydrich hat dies in einem Brief an Bürgermeister Holík bekräftigt…

Tschechien:
Ex-NP-Mann berät den Bildungsminister
Bildungsminister Dobeš hat den früheren Kandidaten der rechtsextremen Nationalpartei und heutigen Vorsitzenden der konservativen Initiative D.O.S.T., Ladislav Bátora, am Montag zu seinem Berater ernannt. Bátora wird im Ministerium für Wirtschaftsfragen zuständig sein…

Netanjahu:
Erster israelischer Ministerpräsident in Prag

Am Donnerstag wird der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu einem Besuch in Prag erwartet. In den Gesprächen mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Nečas soll es unter anderem um die Situation in Nordafrika und den Friedensprozess im Nahen Osten gehen…

Herrenmensch in Prag:
Schleyers erste Karriere
15. März 1939. Angespornt durch das „Münchner Abkommen“ zwischen Großbritannien, Frankreich, Italien und dem Deutschen Reich besetzen rund 350.000 Wehrmachtssoldaten die sogenannte „Resttschechei“. Sechs lange Jahre sollte die damit beginnende deutsche Herrschaft aus Raub, Verfolgung und Terror bestehen…

Von Prag nach Jerusalem:
Felix Weltsch – Ein Held des Geistes
Eine umfangreiche Biografie zu Leben und Wirken des aus Prag stammenden Zionisten, Journalisten und Philosophen...

"Christliche Werte":
Regression in Ungarn
Seit dem 1. Januar 2011, als Ungarn den Vorsitz der EU übernommen hat, vergeht keine Woche, in der die Regierung Orbán nicht international für Aufsehen sorgt. Die Schuld dafür sucht sie nicht bei sich selbst, sondern bei den „liberalen Nestbeschmutzern“, die sich „immer wieder im Ausland beschweren“. Freilich berichten seriöse Medien des In- und Auslands regelmäßig über krasse Fälle rassistischer und antisemitischer Hetze oft auch in Verbindung mit einem regelrechten Kulturkampf, gegen alle die es wagen, Fidesz zu kritisieren…

An appeal of Iván Andrassew, journalist:
Freedom of Press in Hungary

On the anniversary of the Hungarian Revolution of 1848 considering it to be the birth of the freedom of press, I would like to send a message to my friends all around the world. Thank you for being numerous and special thanks for not letting down Hungary and her weakening democracy in agony. For what I am about to say now, I am going to be labelled as a traitor by the ruling government, let alone by its propaganda machine...

Am Jahrestag der ungarischen Revolution von 1848:
Pressefreiheit in Ungarn
Ein Aufruf von Iván Andrassew, Journalist und Publizist, aus Ungarn…

Der ungarische Philosoph Sándor Radnóti:
"Sie schaffen die Demokratie ab"
Seit Anfang Januar führen die der Regierung nahe stehenden ungarischen Medien eine Hetzkampagne gegen sechs ungarische Philosophen, die mit einem in der Budapester Tageszeitung Magyar Nemzet veröffentlichten Artikel unter der Schlagzeile »Die Hellers haben eine halbe Milliarde Forint verforscht« begann…Angegriffen wurden international bekannte Philosophen wie Ágnes Heller, Mihály Vajda, György Gábor, Kornél Steiger, György Geréby und Sándor Radnóti...
RUMÄNIEN / BALKAN / GRIECHENLAND / TÜRKEI
Klezmorim:
Klassische jüdische Musik in Prishtina
Sie haben keinen gemeinsamen Namen als Band, sie machen nur zusammen Musik. Vier jüdische Musiker traten vergangenen Donnerstag ohne Ankündigung in Prishtina im Kosovo auf. Die vier jüdischen Musiker haben keine Marketing Agentur. Der Geiger Moshe Levy erzählte:“ Wir machen einfach eine Balkantour und treten auf öffentlichen Plätzen in der Region auf. Wir spielen klassische jüdische Musik, denn Musik verbindet.“…

Spuren, die vergehen:
Die Suche nach Sathmar

Dieses reich bebilderte Buch dokumentiert die Suche nach den Spuren der jüdischen Präsenz in Sathmar / Satu Mare im Nordwesten des heutigen Rumäniens. 1944 wurde das Sathmarer Judentum im Holocaust fast vollständig ausgelöscht. Spuren, die vergehen ‒ meist zerfallene Friedhöfe und heruntergekommene Synagogen ‒ zeugen als vergessene Mahnmäler vom vielfältigen jüdischen Sein in der Region…

Siret:
Die Stadt als "Er-Innerung"
Siret ist eine kleine Stadt in der Südbukowina am Rande der Karpaten. Die Bukowina stand 144 Jahre unter österreichischer Herrschaft. 1918, nach dem verlorenen Krieg, mußte Österreich die Provinz an Rumänien abtreten. Sereth, wie das Städtchen unter Österreich hieß, wurde von den Rumänen umgetauft und hieß nun Siret. Aber unter den Bukowinern hieß Siret weiter Sereth, und daran hat sich bis heute nichts geändert…

Die Juden von Siret:
Die Zeit des Holocaust
Der nationale Legionärs-Staat wurde im September 1940 geschaffen. Er förderte den Antisemitismus sowie die Beseitigung der Juden aus dem öffentlichen, sozial-wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben des Landes…

Rumänien:

Die sprechenden Steine von Siret
Siret besitzt zwei historische Monumente: eine alte, orthodoxe Kirche aus dem 11. Jahrhundert, als Siret die Hauptstadt der Bukowina war, eine Kirche der moldavischen Fürsten sowie den alten jüdischen Friedhof, einer der drei jüdischen Friedhöfe der Stadt Siret. Ich sehe vor meinen Augen den Hügel mit dem Ausblick zum Fluß Sereth, auf welchem dieser Friedhof liegt, ein “heiliger Ort”, wie es unsere Urahnen nannten…

Rumänien:
Auf der Suche nach dem jüdischen Sathmar
Die wilde Bautätigkeit in Bukarest sticht dem Neuankömmling ins Auge. Uberall wird gebaut, nicht selten am Rande oder jenseits der Legalität. Wer es positiv sehen will, erkennt darin den Boom, die Dynamik, kreatives Chaos. Wer skeptisch ist, sieht Zügellosigkeit, Zerstörung und schiere Gier. Das Nebeneinander von alt, modern, kitschig, zerfallen, verspielt, von unterschiedlichen Stilen und Stillosem ist inspirierend und deprimierend zugleich…

Herbst in Rumänien:
Spuren die vergehen

In meinem zweiten Herbst in Rumänien – im Jahr 2008 -, an einem milden Oktobertag, stieg ich beim Victoria-Platz in die Untergrundbahn und fuhr zur Unirii-Station. Die Metro funktioniert gut in Bukarest. Ich benutze sie oft, auch wenn ich das Gedränge und das sinnlose, aggressive Drängeln und den Gestank von Schweiss im Sommer und die leeren Blicke der Menschen am Abend nach der Arbeit nicht mag. Aber die Gewissheit, dass die oben in den Autos auf der Strasse in endlosen Staus stehen, macht all das erträglich…

Türkei:
Keine Bombe, kein Anschlag
Im Jahr 1998 begann für die türkische Schriftstellerin und Soziologin Pinar Selek ein juristischer Alptraum, dem vergangene Woche ein vorläufiges Ende gesetzt wurde. Selek wird vorgeworfen, für eine tödliche Explosion in Istanbul verantwortlich zu sein, obwohl es nicht belegt ist, dass eine Bombe gelegt wurde. Nun wurde sie von einem Istanbuler Gericht zum dritten Mal freigesprochen. Ein endgültiges Urteil steht noch aus…
USA / AMERIKA
Die Meinhardts:
Erste Schritte im neuen Land
In Santiago wurden sie in einer Auffangpension untergebracht. Sie wurde von der jüdischen Gemeinschaft in Chile betrieben und finanziert, um den verfolgten Juden aus Mitteleuropa eine erste provisorische Bleibe zu bieten...
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